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Politik kompakt:Razzia gegen Islamisten

Der Raum Ulm ist berüchtigt für seine extremistische Islamisten-Szene. Jetzt durchsuchten LKA und Polizei mehrere Wohnungen. Gegen zwei Verdächtige wird ermittelt. Meldungen im Überblick

Die Islamistenszene im Raum Ulm ist wieder im Visier der Polizei. Bei einer Razzia durchsuchten am Mittwochmorgen mehr als 30 Ermittler des Landeskriminalamts Baden-Württemberg (LKA), der Polizeidirektion Ulm und des Polizeipräsidiums Bonn zwei Wohnungen im Raum Ulm sowie eine Wohnung und ein Kunstatelier in Bonn. Mehrere Computer, Datenträger und schriftliche Unterlagen wurden sichergestellt.

Im mittlerweile aufgelösten Islamischen Informationszentrum (IIZ) in Ulm trafen sich islamistische Extremisten (Archivbild). Die Gegend ist für ihre radikale Szene berüchtigt.

(Foto: AP)

Das LKA ermittelt seit Juni 2010 gegen einen 29-jährigen Deutsch-Syrer und einen 27-jährigen Deutschen, der zum Islam übergetreten ist. Sie werden der islamistischen Szene in Ulm und Neu-Ulm zugerechnet und sollen Gelder zur Vorbereitung extremistischer Gewalttaten bereitgestellt sowie für einen fremden Wehrdienst geworben haben. Ulm gilt als einer der Orte, an denen sich Muslime in Deutschland besonders radikalisieren. Das im Oktober 2007 geschlossene Islamische Informationszentrum (IIZ) in der Stadt galt als wichtiger Anlaufpunkt für radikale Islamisten. Dort sollen sich auch radikale Islamisten mit Kontakten zur Terrororganisation al-Qaida aufgehalten haben. Auch die drei Bombenbauer der sogenannten Sauerland-Zelle hatten Verbindungen nach Ulm. Das IIZ war einem Verbot nur durch Selbstauflösung zuvorgekommen.

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(dpa)

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