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Politik kompakt:Al-Qaida soll syrische Opposition unterwandert haben

Der US-amerikanische Geheimdienst glaubt, die Handschrift von al-Qaida in den jüngsten Bombenanschlägen in Damaskus und Aleppo zu erkennen. Das Terrornetzwerk soll sich vom Irak nach Syrien ausgebreitet und Teile der Oppositionsbewegung infiltriert haben.

Das Terrornetzwerk al-Qaida hat nach Einschätzung der US-Geheimdienste Teile der syrischen Oppositionsbewegung unterwandert. Geheimdienstdirektor James Clapper sagte bei einer Anhörung vor einem Senatsausschuss, die jüngsten Bombenanschläge in der Hauptstadt Damaskus und der Wirtschaftsmetropole Aleppo trügen die Handschrift von al-Qaida.

Bombenanschlag in Aleppo

Die Handschrift von al-Qaida: Der US-Geheimdienst vermutet, dass das Terrornetzwerk die syrische Opposition unterwandert hat und für den Anschlag in der Wirtschaftsmetropole Aleppo mitverantwortlich ist.

(Foto: REUTERS)

"Daher glauben wir, dass sich al-Qaida aus dem Irak nach Syrien ausbreitet", sagte Clapper. Extremisten haben demnach verschiedene syrische Oppositionsgruppen infiltriert. In vielen Fällen seien sich die Oppositionellen womöglich nicht darüber im Klaren, dass al-Qaida-Kämpfer anwesend seien.

Verteidigungsminister Leon Panetta sagte bei einer Pressekonferenz mit Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) in Washington, die Anwesenheit von al-Qaida-Kämpfern in Syrien sei "besorgniserregend". Unklar sei aber noch, welche Rolle die Extremisten spielen.

Al-Qaida-Chef Aiman al-Sawahiri hatte am vergangenen Wochenende zur Unterstützung der Revolte in Syrien aufgerufen. In einem Internetvideo forderte er Türken, Jordanier und Libanesen auf, den Aufstand zum Sturz des "anti-islamischen Regimes" in Damaskus zu unterstützen. Aus dem Irak gelangen nach Angaben der Regierung in Bagdad vermehrt Dschihad-Kämpfer und Waffen nach Syrien.

(AFP)

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