NSU-Prozess Richter macht Druck

Manfred Götzl setzt den Prozessbeteiligten eine überraschend kurze Frist für letzte Beweisanträge. Derweil bringt ein "Rosa Panther"-Film Zschäpe in Bedrängnis.

Von Wiebke Ramm

Der Vorsitzende Richter im NSU-Prozess, Manfred Götzl, will zeitnah mit den Plädoyers beginnen. Am Dienstag setzte er eine knappe Frist für letzte Beweisanträge: bis zum 14. März. Die Verteidiger von Beate Zschäpe und Ralf Wohlleben wirkten überrascht bis geschockt. Sie beantragten eine Unterbrechung, um zu beraten. Das Gericht gab ihnen zunächst bis zum Mittag des Folgetages Zeit.

Der NSU-Prozess hat im Mai 2013 begonnen. Bei 14 Verteidigern, 62 Nebenklägern und 92 Opferanwälten ist damit zu rechnen, dass auch die ...