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Neue Eskalation im Kurdenkonflikt:PKK-Rebellen sprengen Ölpipeline in der Türkei

Der Konflikt zwischen kurdischen Kämpfern der PKK und der Türkei spitzt sich zu: Nachdem am Sonntag bereits 23 Menschen in der Auseinandersetzung starben, sollen nun PKK-Mitglieder eine Ölpipeline gesprengt haben. Der türkische Regierungsschef Erdogan sieht "feindliche Staaten" am Werk.

Kurdische Rebellen haben türkischen Medienberichten zufolge im Südosten der Türkei eine Ölpipeline gesprengt. Sie führt vom nordirakischen Kirkuk zum türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan und sei seit der Nacht unterbrochen, berichtete das türkische Staatsfernsehen TRT.

Der Anschlag sei in der türkischen Provinz Mardin verübt worden, nördlich der Grenze zum Nachbarland Syrien. Der Nachrichtenagentur Firat zufolge haben kurdische Kämpfer den Anschlag verübt. Die Agentur steht der in der Türkei verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK nahe.

Bei Auseinandersetzungen zwischen PKK-Kämpfern und dem Militär waren erst am vergangenen Wochenende 23 Menschen ums Leben gekommen, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu am Sonntag. In den vergangenen zwei Wochen wurden nach Angaben des türkischen Ministerpäsidenten Recep Tayyip Erdogans bei Kämpfen insgesamt 115 Angehörige der PKK getötet. PKK-Kämpfer griffen in den vergangenen Tagen mehrfach Posten der türkischen Sicherheitskräfte an.

Erdogan machte "feindliche Staaten" für diese neue Eskalation im Kurdenkonflikt verantwortlich. Die PKK werde aus dem Ausland unterstützt, zitierten türkische Medien den Regierungschef. Er habe aber keines der Nachbarländer beim Namen genannt.

Türkische Zeitungen berichteten zudem, Syriens Regime unterstütze die PKK bei Angriffen gegen die Türkei. So habe der syrische Geheimdienst Waffen an kurdische Kämpfer gegeben.

© Süddeutsche.de/dapd/dpa/sana
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