Kernstück der Anklage ist Demjanjuks Dienstausweis, dessen "höchstwahrscheinliche Echtheit" von mehreren Gutachtern bestätigt wurde. Die Verteidigung sieht den mittlerweile staatenlosen 90-Jährigen als "Opfer des Nationalsozialismus", der büßen solle, während in den fünfziger und sechziger Jahren etliche SS-Wachmänner vor Gericht auf Befehlsnotstand plädierten - und glimpflich davon kamen.

(sueddeutsche.de/mikö)

4. April 2009, 12:502009-04-04 12:50:00 © sueddeutsche.de/mati/mikö/jja/pfau