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Nahost-Konflikt:Bomben stürzen Gazastreifen ins Chaos

Nach Beginn der Luftangriffe am Samstagmittag schossen militante Palästinenser mehrere Rakete auf israelisches Gebiet ab. Dabei wurde ein Bewohner der Ortschaft Netivot getötet. Sechs Menschen wurden verletzt.

Der Ministerpräsident der Hamas im Gazastreifen, Ismail Hanijeh sagte über einen örtlichen Fernsehsender, seine Bewegung werde sich dem militärischen Druch nicht beugen. In der syrischen Hauptstadt Damaskus rief Hamas-Führer Chaled Maschaal zum Widerstand gegen Israel auf und sagte in Anspielung an die bisher zwei Aufstandsbewegungen der Intifadah von 1987 und September 2000 an: "Dies ist die Zeit für einen dritten Aufstand."

Aus Protest gegen die massiven Luftangriffe Israels im Gazastreifen riefen die israelischen Araber einen Generalstreik aus. Israelische Medien berichteten, in den arabischen Ortschaften des Landes sollten mit Beginn der Arbeitswoche die Geschäfte geschlossen bleiben und ein Trauertag eingehalten werden. "Die arabische Öffentlichkeit kann ein solch schreckliches Massaker nicht schweigend hinnehmen", teilte das höchste Komitee israelischer Araber am Sonntag mit.

Der Iran rief Muslime in aller Welt dazu auf, die Palästinenser im Gaza-Streifen gegen die Angriffe Israels zu verteidigen. In einem am Sonntag vom iranischen Staatsfernsehen verlesenen religiösen Erlass von Staatsführer Ajatollah Ali Chamenei hieß es, die Verteidigung schutzloser Frauen, Kinder und der Menschen im Gaza-Streifen mit allen Mitteln sei eine Pflicht für alle palästinensischen Kämpfer sowie alle gläubigen Muslime. "Wer bei dieser rechtmäßigen Verteidigung ums Leben kommt, wird als Märtyrer betrachtet", erklärte Chamenei.