Marine:Halbe Milliarde Mehrkosten

Die Beschaffung des Kampfschiffs 180 wird teurer als erwartet. Kritik kommt von den Grünen.

Von Christoph Hickmann, Berlin

Die Beschaffung eines neuen Schiffes für die Marine wird mehr als eine halbe Milliarde Euro teurer als erwartet. Das Verteidigungsministerium informierte den Bundestag darüber, dass es beim Mehrzweckkampfschiff 180, für das derzeit die Ausschreibung läuft, "eine moderate Nachjustierung der Forderungslage auf Basis aktueller sicherheitspolitischer Entwicklungen" gebe. Dies führe "zu einem zusätzlichen Finanzbedarf" von etwa 525 Millionen Euro für vier Schiffe - und das, obwohl zugleich kräftig gespart worden sei. So habe man Forderungen gestrichen, "deren Erfüllung wünschenswert, aber nicht geboten war", was zu einer Einsparung von mehr als 300 Millionen Euro geführt habe. Das Schiff, das erst entwickelt werden muss, zählt zu den wichtigsten Rüstungsprojekten unter Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Kritik kam von den Grünen. Von der Leyen setze "trotz aller radikalen Ankündigungen nahtlos die falsche Politik ihrer Vorgänger fort", sagte die Abgeordnete Agnieszka Brugger. Ihr Fraktionskollege Tobias Lindner sagte: "Es ist wie immer - das Schiff kommt später und wird teurer."

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