bedeckt München
vgwortpixel

Luftangriffe in Syrien:Selbstbewusste Waffenschau

Russischer Kampfjet des Typs Su-34 über Syrien.

(Foto: AP)

Russlands militärische Stärke in Syrien beunruhigt die Vereinigten Staaten. Moskau will zeigen, dass es in seine Armee investiert hat.

Dmitrij Medwedjew ist in den USA ein wenig in Vergessenheit geraten, seitdem er 2012 vom Präsidentenamt aus zurück ins zweite Glied gerückt ist. Immerhin hat sich Hillary Clinton vorige Woche noch einmal gern und beinahe wehmütig an ihn erinnert; denn es war ja Medwedjew gewesen, mit dem Barack Obama einst einen Neustart der russisch-amerikanischen Beziehungen versucht hatte. Ausgerechnet Medwedjew aber ist nun in Washington abgeblitzt. Wladimir Putin hatte seinen Premier an die Spitze einer Delegation setzen wollen, die in den USA mit der Obama-Regierung über die Probleme in Syrien reden sollte. Das Weiße Haus aber zeigte kein Interesse, solange Moskau nicht gewillt sei, konstruktiv gegen den "Islamischen Staat" mitzukämpfen. Putin nannte die Absage "schwach", und auch Medwedjew reagierte höchst pikiert. Die USA demonstrierten in Syrien "Inkompetenz, Unentschlossenheit und Schwäche", sagte er. So geht das nun hin und her.

SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Teaser image
Kompromiss der Koalition
Was die neue Grundrente bewirkt
Teaser image
Paartherapeut im Interview
"Wenn die Liebe anfängt, wird es langweilig"
Teaser image
Esther Perel im Interview
"Treue wird heute idealisiert"
Teaser image
Bas Kast über Ernährung
"Das Problem ist nicht das Dessert" 
Teaser image
Nationalsozialismus
Die letzte Nummer