Korruption Die Bestechlichkeit nimmt zu

Die Organisation Transparency International zieht nach einer Studie ein ernüchterndes Fazit.

In ihrem neuen globalen Korruptionsindex hat die Organisation Transparency International diese Woche ein ernüchterndes Fazit gezogen. Während der Kampf gegen Bestechung in den meisten Staaten stagniere, gebe es in einigen Ländern "deutliche Rückschritte", teilte die Organisation mit. Mehr als Zweidrittel (124) aller Staaten (180) kämen im Index nicht einmal auf 50 von 100 möglichen Punkten. Der Durchschnitt liege bei nur 43 Punkten. Deutschland büßte nach Angaben von Transparency International im Vergleich zum Vorjahr einen Punkt ein und erreichte 80 Punkte. Es verbesserte sich in der Rangliste der Länder zugleich um einen Platz und lag gemeinsam mit Großbritannien auf Rang elf. Die USA rutschten um vier Punkte auf 71 Punkte ab und fielen vom 16. auf den 22. Platz. Korruption werde dort als "zunehmendes Problem wahrgenommen", erklärte die international tätige Organisation. Sie verwies auf den durch Untersuchungen belegten Zusammenhang zwischen zunehmender Korruption und dem Verfall demokratischer und rechtsstaatlicher Strukturen. In Europa zeige sich dies etwa bei Ungarn und der Türkei, die in den vergangenen Jahren in dem Korruptionsindex mehrere Punkte verloren und aktuell auf dem 64. (Ungarn) und 78. Rang (Türkei) unter den untersuchten Staaten lägen, hieß es. Weltweit sei die Lage als "düster" zu beschreiben. Globales Schlusslicht mit lediglich zehn Punkten war wie in den Vorjahren Somalia.