Kirche:"Ungutes Gefühl" über Woelki

Der Vertreter der Laien im Erzbistum Köln, Tim Kurzbach, hat die Erklärungen von Erzbischof Kardinal Rainer Maria Woelki zur Rückkehr in sein Amt als "unzureichend" bezeichnet. Woelkis Schreiben hinterlasse ein "ungutes Gefühl", teilte der Vorsitzende des Kölner Diözesanrats und Solinger Oberbürgermeister mit. "Schaut man genauer hin, dann benennt der Kardinal kein einziges konkretes eigenes Versagen, keinen einzigen konkreten eigenen Fehler, keine einzige wirkliche Schuld." Kurzerhand formulierte Kurzbach einen "geträumten Brief", in dem er Woelki die Worte in den Mund legt, die er sich statt des Fastenhirtenbriefs von ihm zu seiner Rückkehr gewünscht hätte: "Fünf Monate hatte ich Zeit, mir Gedanken über mein Verhalten in den vergangenen eineinhalb Jahren zu machen - und ich bin über mich selber erschüttert", schreibt Kurzbach da und schlüpft in die Rolle Woelkis. "Ich habe meine Pflicht als Ihr Erzbischof nicht erfüllt, ich habe leichtfertig Fehlentscheidungen getroffen und ich habe außerdem Gutes unterlassen". Woelki war am Mittwoch zurückgelehrt, hatte Papst Franziskus aber wegen der tiefen Vertrauenskrise im Erzbistum seinen Rücktritt angeboten.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB