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Juliette Binoche:Liebt mich heftig

65. Berlinale - Eröffnung

Juliette Binoche ist ein gern gesehener Gast auf roten Teppichen (hier in Berlin), zum Filmfest München kann sie leider nicht persönlich kommen.

(Foto: Tim Brakemeier/dpa)

Juliette Binoche sucht im Eröffnungsfilm Wege aus dem Beziehungschaos. Ein lebenserfahrenes Gespräch mit dem Star aus Frankreich.

Interview von Rüdiger Sturm

Real kommt Juliette Binoche leider nicht nach München. Das lassen die Verpflichtungen der Oscar-Preisträgerin nicht zu. Dafür ist die 53-Jährige zur Eröffnung am 22. Juni auf der Leinwand zu sehen: in der Deutschlandpremiere von Claire Denis' Un Beau Soleil Interieur, wo sie durch das Labyrinth verschiedener Liebesbeziehungen mäandert, ohne darin Erfüllung oder Sicherheit zu finden, wenngleich diese zum Greifen nah scheint. Obwohl von der inhaltlichen Substanz her melancholisch, ist dies mit entspannter Leichtigkeit und Gespür für das humorvolle Potenzial dieser romantischen Irrungen erzählt, was angesichts der eher tragischen Tonalität von Denis' Œuvre (Les Salauds - Dreckskerle) verwundern mag. Doch wie ihre Hauptdarstellerin in Cannes erklärt, ist dies keinesfalls als Widerspruch zu sehen. Für Juliette Binoche verflicht sich die Thematik des Films mit eigenen philosophischen Erwägungen. Dass sie abschließend meint, "Ich hoffe, ich habe Sie nicht gelangweilt", ist daher als hoch ironisch zu verstehen.

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