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Israel:Gedenken an Rabin

Ein historischer Handschlag: Am 13. September 1993 reichen sich der damalige PLO-Chef Jassir Arafat und der israelische Premier Jitzchak Rabin (links) erstmals die Hand. Zwischen ihnen vor dem Weißen Haus in Washington der damalige US-Präsident Bill Clinton.

(Foto: J. DAVID AKE/AFP)

25 Jahre nach der Ermordung des Premierministers und Friedensnobelpreisträgers Jitzchak Rabin hat dessen Sohn Yuval Rabin beklagt, dass Israels Gesellschaft keine Lehren aus dieser Bluttat gezogen habe. Politische Führer würden immer noch ihre Gegenspieler oder auch das Justizsystem heftig attackieren, sagte er bei einem Videogespräch mit Journalisten. Jitzchak Rabin war am 4. November 1995 in einer Zeit hitziger politischer Debatten vom jüdischen Fanatiker Yigal Amir erschossen worden. Der bis heute im Gefängnis sitzende Mörder wollte damit den Friedensprozess zu Fall bringen, den Rabin unter Vermittlung von US-Präsident Bill Clinton mit den Palästinensern unter Führung von Jassir Arafat vorangebracht hatte. Als scharfer Kritiker Rabins hatte sich damals der heutige Regierungschef Benjamin Netanjahu hervorgetan. Bei einer Gedenkfeier zu Rabins 25. Todestag erklärte Netanjahu, dass heute er und seine Familie Morddrohungen erhielten.

© SZ vom 04.11.2020 / PM
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