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Iran:Mahnung von der Atombehörde

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) lässt keinen Zweifel daran, dass Iran seine Bestände an angereichertem Uran lückenlos angeben muss. Teheran müsse umgehend und vollständig mit der IAEA bei der Klärung offener Fragen kooperieren, forderte IAEA-Chef Rafael Grossi am Montag zum Auftakt des Gouverneursrats der UN-Behörde in Wien. Das betreffe mögliche nukleare Aktivitäten an drei Orten, zu denen Iran teils den Zugang verweigere. Die Vorgänge liegen Jahre zurück und sollen eine sehr überschaubare Menge angereicherten Urans betreffen, hieß es aus diplomatischen Kreisen. Iran weist die Vorwürfe zurück, die Begründung für den Zugang in den konkreten Fällen sei unzureichend. Im Atomabkommen, das Iran am Bau einer Atombombe hindern soll, hatte Teheran Obergrenzen für Uranvorräte zugestimmt. Inzwischen hat es diverse Auflagen verletzt. Grossi bescheinigte Iran aber, trotz Ankündigung vom Januar, die Verpflichtungen nun zu ignorieren, keine weitergehenden Schritte unternommen zu haben.

© SZ vom 10.03.2020 / dpa

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