Iran-Konflikt Noch mehr Soldaten

(Foto: Jon Gambrell/AP)

US-Präsident Donald Trump schickt im Konflikt mit Iran 1000 weitere Soldaten in den Nahen Osten. Sie würden zu "Verteidigungszwecken" in die Region entsandt, teilte der amtierende US-Verteidigungsminister Patrick Shanahan in Washington mit. Mit der Entsendung sollten nationale Interessen der USA geschützt werden. Shanahan betonte: "Die Vereinigten Staaten streben keinen Konflikt mit dem Iran an." Washington macht Iran für die Angriffe auf zwei Öltanker im Golf von Oman verantwortlich und legte neue Fotos vor, die das beweisen sollen. Teheran weist das zurück. Mehrere EU-Außenminister machten am Montag klar, dass die Vorwürfe der USA von den europäischen Partnern vorerst nicht geschlossen mitgetragen würden. Unmittelbar vor Shanahans Ankündigung versetzte Iran den Bemühungen der EU um eine Deeskalation der Krise im Nahen Osten aber einen Dämpfer. Die Führung in Teheran kündigte an, bereits vom 27. Juni an einen Teil ihrer Verpflichtungen aus dem internationalen Atomabkommen nicht mehr zu erfüllen. Bereits Ende Mai hatten die USA ihre Truppen im Nahen Osten wegen der "anhaltenden Bedrohung" durch iranische Kräfte um 1500 Soldaten verstärkt. Zuvor hatte das US-Militär unter anderem einen Flugzeugträgerverband und eine Bomberstaffel in die Region verlegt.