Großbritannien nach der WahlAus dem Unterhaus gejagt

Eine ganze Reihe prominenter und altgedienter Politiker hat es nicht wieder ins Unterhaus geschafft - darunter die frühere Innenministerin Jacqui Smith und Nordirlands Regierungschef Robinson.

Bittere Zeiten finden einen bitteren Abschluss für Jacqui Smith. Sie sitzt nicht mehr im Unterhaus, in das sie 1997 erstmals gewählt worden war.

Die Labour-Politikerin hat vermutlich von den Wählern die Quittung bekommen für die Skandale im vergangenen Jahr. Sie hatte - aus Versehen - zwei Porno-Filme auf ihre Spesenrechnung gesetzt, die sich ihr Mann im Pay-TV angeschaut hatte. Darüber hinaus war sie in die Kritik geraten, da sie ein Haus ihrer Schwester in London als Hauptwohnsitz angegeben hatte, um Gelder für den Unterhalt eines Zweitwohnsitzes in Redditch zu bekommen. Sie wohnte aber vorwiegend in Redditch.

Im Juni 2009 war sie als Innenministerin zurückgetreten. Sie war die erste Frau in Großbritannien in diesem Amt gewesen.

Foto: Getty Images

7. Mai 2010, 09:412010-05-07 09:41:00 ©