G7:Für schnellere Impfung in Entwicklungsländern

Die Gesundheitsminister der führenden westlichen Wirtschaftsnationen (G7) sehen in breitem Zugang zu Impfstoffen eine zentrale Voraussetzung für den Kampf gegen die Corona-Variante Omikron. Es sei von "strategischer Relevanz", den Zugang zu Impfstoffen zu ermöglichen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung nach einer G-7-Schaltkonferenz am Montag. Zu den G7 gehören Großbritannien und Deutschland, die USA, Frankreich, Italien, Japan und Kanada. Die G-7-Gesundheitsminister traten dafür ein, die Zusagen für Vakzinspenden voranzubringen. Sie betonten, die Impfkampagnen in Entwicklungsländern müssten beschleunigt werden. Dazu solle es Hilfe geben. Auch die WHO sieht die Bekämpfung von Pandemien ohne gerechte Verteilung von Vakzinen sehr erschwert. "Impfstoff-Gerechtigkeit ist kein Akt der Güte, sie ist im besten Interesse jedes einzelnen Landes", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Montag in Genf bei einer Ministerkonferenz über einen Pandemievertrag. Zwar seien Millionen Impfdosen für Afrika gespendet und geliefert worden, doch unregelmäßige Lieferungen und geringe Haltbarkeit machten afrikanischen Ländern ihre Impfkampagne schwer, beklagten die WHO, die Impfallianz Gavi, die Afrikanische Union und andere Organisationen in einer Erklärung. Doch oft würden nötige Utensilien nicht mitgeliefert wie Spritzen und Verdünnungsmittel, auch Transportkosten würden nicht übernommen, was weitere Verzögerungen verursache. Nur etwa fünf der 54 Länder Afrikas erreichen beim jetzigen Tempo das internationale Immunisierungsziel, bis Jahresende 40 Prozent der Bevölkerung vollständig zu impfen.

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