Flüchtlingstransport: Fahrt in den Tod Mohamed fehlt

"Er wollte ja gar nicht weg von daheim." Der Iraker Mohamed Ihsan Baba.

(Foto: privat)

Vor einem Jahr starben 71 Menschen in einem ungarischen Kühllaster. Auch Mohamed Ihsan Baba. Warum nur stieg er überhaupt ein? Eine Suche nach Antworten.

Von Ralf Wiegand und Amir Musawy

Den ganzen Tag über hatte Abdul Samad Ihsan Baba in der Sommerhitze auf seinen Bruder gewartet. Darauf, dass er in Passau aus einem Taxi steigen würde, wie es für die letzte Etappe abgemacht war. Einen Monat war der Bruder schon unterwegs auf seiner Reise, jetzt sollte er endlich in Deutschland eintreffen. Es war der 26. August 2015.

Reise - das klingt nach buchen, einchecken, losfahren und ankommen, so war es natürlich nicht. Mohamed Ihsan Baba hatte sich auf ein Abenteuer ...