bedeckt München
vgwortpixel

Entführung in Mali:Hollande bestätigt Tod der französischen Geisel

Frankreichs Präsident François Hollande hat den Tod des in Mali entführten Philippe Verdon offiziell bekanntgegeben.

Der in Mali entführte Franzose Philippe Verdon ist tot. Frankreichs Präsident François Hollande teilte am Montag in einer Erklärung mit, der Tod des Mannes sei "formal bestätigt". Verdons Leiche werde so schnell wie möglich nach Frankreich gebracht. Eine Autopsie solle die Todesursache klären, fügte Hollande hinzu. "Die für den Tod unseres Landsmannes Verantwortlichen müssen gefunden und zur Rechenschaft gezogen werden."

Bereits am Sonntag hatte das Außenministerium in Paris erklärt, Verdon sei "sehr wahrscheinlich" tot. Ein Mitglied der staatlichen französischen Ermittlungsgruppe erklärte zudem, dass eine in Mali gefundene Leiche die des Entführten sein könne.

Verdon war im November 2011 aus einem Hotel im Nordosten Malis entführt worden. Der nordafrikanische Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida, Aqmi, teilte im März mit, er habe den Franzosen ermordet. Die Tötung der Geisel sei eine Reaktion auf den französischen Militäreinsatz gegen Islamisten in Mali, sagte damals ein mutmaßlicher Aqmi-Sprecher der privaten mauretanischen Nachrichtenagentur ANI.

Gemeinsam mit Verdon war der Franzose Serge Lazarevic entführt worden. Beide Männer waren zusammen auf Geschäftsreise in Mali. Lazarevic befindet sich weiterhin in der Gewalt der Aqmi.

Frankreich hatte am 11. Januar militärisch in Mali eingegriffen, um ein Vordringen von Islamisten zu stoppen, die zuvor den gesamten Norden des Landes unter ihre Kontrolle gebracht hatten.

© Süddeutsche.de/AFP/schma
Zur SZ-Startseite