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Dossier:Das Ende, der Anfang

Zerstörung: Eine deutsche Bauernfamilie flieht mit ein paar Habseligkeiten aus ihrem brennenden Gehöft bei Wesel. 24. März 1945.

(Foto: Robert Capa/Magnum Photos/AG Focus)

Der 8. Mai 1945 gilt in Deutschland heute einhellig als Tag der Befreiung von der Nazi-Diktatur. Bis zu diesem Konsens war es jedoch ein langer Weg. In diesem Dossier berichtet die SZ über den Wandel der Erinnerung.

Von Joachim Käppner

Kampflos wären sie nicht gestorben. Sie wartete mit ihrem Mann im Haus, er hielt seine Pistole in der Hand. Aber das Auto mit den Henkern von der SS kam nicht mehr, und sie waren frei: Angelika und Rudolf Petershagen. Er hatte als Wehrmachtskommandant von Greifswald mit der Roten Armee 1945 die kampflose Übergabe vereinbart, für das Versprechen, dass die alte Hansestadt und deren Einwohner geschont würden. In der DDR war das Ehepaar später hoch angesehen. Sie verkörperten - als Ausnahme - die Geschichte, wie die SED sie gerne als Regel gehabt hätte: Deutsche Antifaschisten erheben sich und reichen den sowjetischen Befreiern die Hand.

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