Berlin Mehr judenfeindliche Vorfälle

Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus beklagt eine starke Zunahme judenfeindlicher Vorfälle in Berlin. 2018 zählte die vom Senat geförderte Institution 1083 Zwischenfälle, 14 Prozent mehr als 2017. Damals wurden 951 antisemitische Vorfälle gezählt. Besonders besorgniserregend sei die fortschreitende Gewaltbereitschaft und Verrohung, sagte Projektleiter Benjamin Steinitz. "Wir stellen im Vergleich zu den vergangenen Jahren eine zunehmende Bereitschaft fest, antijüdische Aussagen mit konkreten Gewaltandrohungen zu verbinden oder Gewalt folgen zu lassen." So habe sich die Zahl gemeldeter tätlicher Angriffe von 18 auf 46 mehr als verdoppelt. Auch die Zahl der Bedrohungen sei erheblich um 77 Prozent gestiegen: von 26 auf 46.