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Anis Amri:Maaßen bestreitet Fehler

Bundestags-Untersuchungsausschuss Breitscheidplatz
(Foto: Kay Nietfeld/dpa)

Unter Hinweis auf die starke Bedrohung durch islamistische Terroristen im Jahr 2016 hat der frühere Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, eigene Versäumnisse vor dem Weihnachtsmarkt-Attentat in Berlin bestritten. Die Sicherheitsbehörden könnten in einer solchen Lage wie damals "unmöglich sicherstellen, dass es zu keinen Anschlägen kommt; sie können nur ihr Bestes geben", sagte Maaßen am Donnerstag als Zeuge im Untersuchungsausschuss des Bundestages zum Terroranschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz mit zwölf Toten. Zudem seien die Polizeibehörden für den Fall des islamistischen Attentäters Anis Amri zuständig gewesen, der am 19. Dezember 2016 mit einem Lkw über den Weihnachtsmarkt raste. Amri hatte bei den Behörden falsche Identitäten angegeben. Laut Maaßen wurden damals aber auch über 20 Menschen festgesetzt, die als angebliche Flüchtlinge "mit einem konkreten Terrorauftrag" nach Deutschland gekommen waren.

© SZ vom 09.10.2020 / dpa
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