Doch manchmal musste der Zentralrat auch mit internen Problemen zu Rande kommen. Werner Nachmann (Dritter von links) führte den Zentralrat als Vorsitzender von 1969 bis zu seinem Tod 1988. Er erhielt unter anderem den Theodor-Heuss-Preis für seine Verdienste um die "jüdisch-deutsche Aussöhnung und das friedliche Zusammenleben von Juden und Christen in der Bundesrepublik Deutschland". Nach seinem Tod kam der Verdacht auf, er habe von 1981 bis 1987 etwa 33 Millionen DM an Zinserträgen von Wiedergutmachungsgeldern der Bundesregierung veruntreut. Der Verbleib des Geldes ist bis heute nicht geklärt.

19. Juli 2010, 14:292010-07-19 14:29:52 © (sueddeutsche.de/ffu)