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Winterwetter in Europa:Frost im Süden, Plusgrade im Norden und in der Mitte

Noch liegt über weiten Teilen Deutschlands eine geschlossene Schneedecke. Doch wärmere Temperaturen dürften den größten Teil bald zum Schmelzen bringen.

Steigende Temperaturen bis Silvester

Lange musste Deutschland in diesem Jahr auf den Schnee warten. Jetzt ist er da - und zwar sehr viel davon. In den Alpen kommt dieser Tage örtlich fast ein halber Meter Neuschnee zusammen.

Vor allem der Süden Deutschlands ist eingeschneit. Nur dort und in der Mitte Deutschlands wird es in den kommenden Tagen frostig werden. In allen Teilen des Landes wird bis zum Jahreswechsel infolge steigender Temperaturen die Schneedecke wieder wegschmelzen. In der Nacht drohe Nebel vielerorts das Silvesterfeuerwerk zu verschlucken, sagte Meteorologe Lars Kirchhübel vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach.

Die Temperaturen liegen um Mitternacht zwischen sechs Grad an der Nordseeküste und minus acht Grad in Bayern. Dort wo es aufklart - etwa am Alpenrand - können am Abend und in der Nacht bis zu minus 15 Grad erreicht werden, in den Alpentälern sogar bis zu minus 20 Grad.

In Berlin wird das neue Jahr nach DWD-Angaben bei Temperaturen um fünf Grad plus beginnen, in München bei vier Grad minus. Auch in Freiburg (minus drei) oder Saarbrücken (null) ist es kalt. In Frankfurt werden leichte Plusgrade erwartet, in Köln plus zwei und in Hamburg plus drei Grad.

Nur noch in den östlichen Mittelgebirgen fallen in der Nacht zum neuen Jahr Schneeflocken. Zwischen Dresden und Berlin gibt es Regen oder Sprühregen. In der Mitte Deutschlands muss mit Glätte gerechnet werden.

Behinderungen am Münchner Flughafen

Auch wenn über den Jahreswechsel ruhigeres Winterwetter bevorsteht: Am Dienstag kommt es wegen der Schneefälle, zumindest im Süden Deutschlands noch zu erheblichen Behinderungen. Andauernder Schneefall hat am Dienstag am Flughafen München den Flugplan durcheinander gebracht. 45 Starts und Landungen sind am Dienstag wetterbedingt gestrichen worden, wie ein Sprecher sagte. Betroffen seien hauptsächlich Inlandsflüge, aber auch einige Europaflüge. Der Winterdienst sei im 24-Stunden-Einsatz. Normalerweise stünden an einem Dienstag fast 1200 Starts und Landungen auf dem Plan. Wegen der Feiertage seien es mit knapp 700 deutlich weniger.

Heftiger Wintereinbruch in Bulgarien und Griechenland

Auch andere europäische Länder leiden unter dem Wetter. Infolge eisiger Kälte und heftiger Schneefälle sind in Bulgarien drei Menschen gestorben. Am kritischsten war die Lage Medienberichten zufolge im Nordwesten des Balkanlandes. Hunderte Autos blieben in Schneeverwehungen stecken. Zahlreiche Landstraßen waren unbefahrbar. Beim Zugverkehr gab es erhebliche Verzögerungen. Im Raum Widin an der Donau blieben Tausende Menschen ohne Strom - starke Winde hatten die Stromleitungen beschädigt. In der Hauptstadt Sofia wurden erstmals in diesem Winter 13 Grad unter Null gemessen.

Starker Schneefall und Temperaturen unter Null machen auch den Menschen in weiten Teilen von Griechenland das Leben schwer. Wie die Meteorologiebehörde mitteilte, fiel die Temperatur am Dienstagmorgen im Norden des Landes auf minus zwölf Grad Celsius. "Hier schneit es heftig. Wir haben Dauerfrost. Die Autos brauchen Schneeketten", sagte Evangelos Kaparos, ein Lehrer aus der nordgriechischen Stadt Florina, der Nachrichtenagentur dpa. In der Ägäis wehen Winde der Stärke acht bis neun. Auch in den Gebirgsregionen nördlich von Athen fiel am Dienstag Schnee. Die griechische Hauptstadt öffnete beheizte Räume für Obdachlose.

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