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US-Bundesstaat Wisconsin:Sechs Tote nach Amoklauf in Brauerei

Police investigate a shooting at the Molson Coors headquarters in Milwaukee, Wisconsin

Rettungswagen und Polizei vor dem abgesperrten Eingang der Molton Coors Brauerei in Milwaukee.

(Foto: Sara Stathas/REUTERS)
  • Ein Mann hat in einer Brauerei im US-Staat Wisconsin fünf Menschen und danach sich selbst erschossen.
  • Weitere Verletzte gibt es nicht.
  • Zu dem Motiv des Mannes ist bislang nichts bekannt.
  • Präsident Trump spricht von einer "schrecklichen, schrecklichen Sache".

Ein Mann hat in Milwaukee im US-Staat Wisconsin in einem Industriegebäudekomplex fünf seiner Kollegen und danach sich selbst erschossen. Das teilte die örtliche Polizei mit. "Es war ein schrecklicher Tag für die Angestellten und jeden, der mit der Situation hier zu tun hat", sagte Bürgermeister Tom Barrett am Mittwochnachmittag (Ortszeit) Reportern. Auch US-Präsident Donald Trump meldete sich zu Wort und erklärte, es habe sich um einen "bösen Mörder" gehandelt, der weitere Menschen verletzt habe, einige davon schwer. "Das ist eine schreckliche, schreckliche Sache."

Die Polizei twitterte, es gebe keine aktive Bedrohung mehr. Bei dem Schützen handele es sich um einen 51-jährigen Mann aus Milwaukee. Er sei laut Polizeimitteilung an einer selbst zugefügten Schusswunde gestorben. Ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften war vor Ort. Neben den Getöteten gab es keine weiteren Verletzten.

Dem Milwaukee Journal Sentinel sagte James Boyles, seine Frau, die in einem Büro in dem Gebäudekomplex arbeite, habe ihm aus dem Gebäude Nachrichten geschrieben. Sie habe geschrieben, es seien Schüsse gefallen und sie habe sich mit Kollegen in einem Zimmer eingesperrt.

In dem Gebäudekomplex Molson Coors sind unter anderem Büros und eine Brauerei untergebracht. Mindestens 600 Menschen arbeiten in dem als "Miller Valley" bekannten Komplex, der sich auf die Miller-Brauerei bezieht. Die Brauerei hat eine 165-jährige Tradition, sagte Bürgermeister Tom Barrett auf einer Pressekonferenz. "Es ist der traurigste Tag, den wir je hatten", zitiert ihn der Milwaukee Journal Sentinel.

Derartige Vorfälle gab es 2020 bereits dreimal in den USA, insgesamt kamen dabei zwölf Menschen durch Schüsse ums Leben. 2019 gab es 44 Massentötungen mit 224 Opfern.

© SZ.de/AP/mxm/thba/lot
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