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Unfall:44 Verletzte bei Schulbus-Unfall - Ursache noch unklar

  • Im baden-württembergischen Eberbach ist ein Schulbus von der Fahrbahn abgekommen und hat ein Haus gerammt.
  • 44 Menschen sind verletzt, unter ihnen 37 Kinder. Acht Schwerverletzte wurden mit Hubschraubern ins Krankenhaus geflogen.
  • Der Bus was mit einem digitalen Kontrollgerät ausgestattet. Ein Gutachter soll nun die Unfallursache herausfinden.

Bei einem Schulbus-Unfall in Baden-Württemberg sind 44 Menschen verletzt worden, unter ihnen 37 Kinder im Alter zwischen neun und 15 Jahren. Der Bus, der wie jeden Tag die Schüler der umliegenden Gemeinden aufgesammelt hatte, um sie in die Schule nach Eberbach zu bringen, sei am Dienstagmorgen in dem 15 000-Einwohner-Ort gegen eine Hauswand geprallt, sagte eine Polizeisprecherin.

Bei mindestens acht Schwerverletzten - darunter sechs Kinder - konnte Lebensgefahr zunächst nicht ausgeschlossen werden. Sie wurden nach dem Unfall mit Rettungshubschraubern in Kliniken nach Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg gebracht. Die Leichtverletzten seien in zwei bereitgestellten Linienbussen ins Krankenhaus gebracht worden. "Zum Glück steht das nur 500 Meter Luftlinie vom Unfallort entfernt, sonst wäre es mit der Versorgung sehr eng geworden", zitiert die Deutsche Presse-Agentur einen Notarzt.

(Foto: Google Maps)

Viele Kinder hätten geschrien und seien in der Dunkelheit und im Regen auf die Straße gelaufen, einige seien von Anwohnern erstversorgt worden und hätten Unterschlupf gesucht, beschreibt der Mann seine Eindrücke. Die Polizei lobt die Hilfsbereitschaft der Anwohner. Viele hätten ihre Garage oder eine Einfahrt freigeräumt, um die Rettungsarbeit zu unterstützen.

Polizeisprecher Markus Winter zufolge werden die Ermittlungen einige Zeit dauern. Bislang sei nur bekannt, dass der Bus in einer leichten Linkskurve von der Straße abkam, und vor dem Zusammenprall mit der Hausfassade noch in einen Kleintransporter und zwei weitere Autos krachte. "Auch der Fahrer des Transporters wurde verletzt, ebenso der Busfahrer", sagt Winter. Der 55-jährige Busfahrer sei ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht worden, aber außer Lebensgefahr. Ob der Mann bereits vernommen wurde, konnte der Polizeisprecher nicht sagen.

Ein Gutachter soll nun klären, wie es zum Unfall kommen konnte. Der Bus war den Angaben zufolge mit einem digitalen Kontrollgerät ausgestattet, das noch ausgewertet werden muss. Einigen Kindern zufolge soll es vor dem Aufprall ein lautes Brummen gegeben haben - die Polizei wollte dies zunächst aber nicht bestätigen.

Für die Angehörigen hat die Stadt ein Sammelzentrum bei den örtlichen Stadtwerken eingerichtet, 17 Seelsorger kümmern sich um die Betreuung.

© SZ.de/dpa/eca/feko

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