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Ukraine:Tausende Polizisten schützen erste große Gay-Parade in Kiew

Rechtsextremisten wollten die Demo verhindern. Doch rund 1000 Menschen gingen in der Ukraine für die Rechte von Schwulen und Lesben auf die Straße.

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People take part in Equality March in Kiev

Quelle: REUTERS

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Der "Marsch der Gleichheit" war die erste große Demonstration für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender-Personen in Kiew, der Haupstadt der Ukraine. Angaben über die Teilnehmerzahl schwanken zwischen 1000 und 1500 Protestierenden.

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Quelle: AFP

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Rechtsextremisten hatten angekündigt, die Demonstration stören zu wollen. Sie zogen vermummt und mit Pyro-Technik durch die Straßen.

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Quelle: AP

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Ein massives Polizeiaufgebot schütze die Teilnehmer der Gay-Parade, etwa 6500 Beamte waren im Einsatz. Die Polizei sperrte neun Straßen und eine U-Bahnstation ab.

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Bohdan Hloba, der Organisator der Kundgebung, sagte: "Der Weg zu Gleichheit ist in der Ukraine genauso schwierig wie gefährlich. Uns wurde mit einem Blutbad gedroht, aber jeder Schritt bei diesem Marsch gibt uns Hoffnung."

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Etwa 60 Rechtsextreme seien festgenommen worden, sagte ein Behördensprecher örtlichen Medien zufolge. "Ich bin gegen Schwulenpropaganda, die diese kranken Menschen in Absprache mit den Behörden organisiert haben", zitierte die Nachrichtenagentur AP einen Gegendemonstranten.

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Quelle: AFP

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Im vergangenen Jahr war eine Schwulenparade eine halbe Stunde nach ihrem Start abgebrochen worden, weil rechte Aktivisten die Teilnehmer mit Rauchgranaten beworfen hatten. Diesmal gingen Polizisten gegen die Rechtsextremen vor.

Gay pride parade in Kiev

Quelle: dpa

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Die Veranstaltung sei friedlich verlaufen, bilanzierte die Polizei. Bis zum Ende der Kundgebung habe es keine ernsten Verstöße gegeben, hieß es.

People take part in Equality March in Kiev

Quelle: REUTERS

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Homophobie ist in der Ukraine ein großes Problem (mehr dazu hier). Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch kommt zu dem Fazit, dass Homophobie und Intoleranz weit verbreitet sind. Immerhin unterstützten die ukrainischen Behörde die Anliegen von Schwulen und Lesben aber zunehmend.

Gay pride parade in Kiev

Quelle: dpa

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Nach dem Amtsantritt der neuen pro-westlichen Regierung 2014 hatten die Behörden zunächst Gay-Paraden weiterhin verboten. Nach zähem Ringen verabschiedete das Parlament im November 2015 ein Antidiskriminierungsgesetz, wonach Religion, Hautfarbe, politische Überzeugung und sexuelle Orientierung zu keinerlei Benachteiligung führen dürfen. Das Gesetz ist lediglich auf das Arbeitsrecht bezogen und Teil eines Pakets, mit dem EU-Regeln umgesetzt werden sollten. Im Gegenzug lockte Europa mit der Aussicht auf Visafreiheit.

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"Menschenrechte zuerst" und "Minderheitenrechte sind Menschenrechte" proklamierten die Demonstranten auf diesen Transparenten.

Rebecca Harms

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Unterstützung bekamen die Demonstranten auch aus dem Ausland. Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Europaparlament, Rebecca Harms, ging mit den Menschenrechtsaktivisten auf die Straße.

© SZ.de/dpa/AP/bbr

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