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Überschwemmungen in Mexiko:Tropensturm "Ernesto" fordert Tote

Im Tropensturm "Ernesto" in Mexiko kamen bisher mehrere Menschen ums Leben. Hunderte wurden in Sicherheit gebracht. Zwar schächt sich das Unwetter ab, Meterologen warnen aber vor weiteren Regenfällen. Auch auf den Philippinen kämpfen die Menschen mit schweren Überschwemmungen.

Im Unwetter des Tropensturms "Ernesto" sind in Mexiko sieben Menschen gestorben. Im Staat Tabasco ertranken zwei Fischer, wie die Behörden am Freitag mitteilten. In Veracruz kamen ein Achtjähriger und seine Eltern ums Leben, als in den Sturmböen ein Baum auf ihr Auto stürzte. Eine Jugendliche ertrank in einem von Flutwasser fortgerissenem Wagen, ein Mann wurde vom Blitz erschlagen.

Woman tries to recover piece of furniture that is being washed away by flood in Boca Del Rio on the outskirts of Veracruz

Eine Frau bei Veracruz, Mexiko, steht inmitten der Fluten, die der Tropensturm "Ernesto" ausgelöst hat.

(Foto: REUTERS)

Mehr als hundert Menschen wurden aus den gefährdeten Gebieten in Sicherheit gebracht. In Veracruz, Oaxaca, Puebla und in Chiapas traten Flüsse und Bäche über die Ufer, zahlreiche Häuser wurden beschädigt. Auch in der mexikanischen Hauptstadt hatte am Donnerstag Dauerregen eingesetzt.

Im Laufe des Freitags schwächte sich "Ernesto" weiter ab. Die Meteorologen des US-Hurrikanzentrums in Miami warnten vor anhaltenden Regenfällen, die in weiten Teilen Zentralmexikos Überschwemmungen und Bergrutsche auslösen könnten.

Auch auf den Philippinen steigen die Opferzahlen nach Überschwemmungen. In Manila und Umgebung kamen inzwischen mindestens 66 Menschen um. Neun Menschen wurden noch vermisst. Heftige Monsunregen hatten die nördlichen Inseln seit dem vergangenen Wochenende unter Wasser gesetzt. Flüsse traten über die Ufer, in Straßen stand das Wasser meterhoch. Mehr als zweieinhalb Millionen Menschen sind betroffen, mehr als 750.000 Menschen mussten flüchten. Etwa 440.000 von ihnen fanden Unterschlupf in Auffanglagern. Nach Angaben einer Regierungsstelle ertranken 47 Menschen.

© Süddeutsche.de/dapd/AFP/dpa/sana
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