Trauerfeier zum Jahrestag des UnglücksGedenken verboten

In Malaysia gedenken die Menschen der Vermissten von Flug MH370. In China haben die Behörden keine Trauerfeier genehmigt. Doch vor einem Tempel versammeln sich 30 Hinterbliebene.

In Malaysia und China gedenken die Menschen der Vermissten von Flug MH370. Doch während es in Kuala Lumpur eine offizielle Trauerfeier gibt, verhindert die Polizei in Peking größere Menschenansammlungen.

500 Seiten dick ist der Bericht, den das malaysische Transportministerium zum Jahrestag der MH370-Katastrophe veröffentlicht hat. Darin finden sich alle Fakten, die zu der vermissten Passagiermaschine bekannt sind. Nur die wichtigste Angabe fehlt: Wo ist das Flugzeug?

"Das Expertenteam erwartet mehr Informationen vom Wrack und den Flugdatenschreibern, wenn die Maschine gefunden wird", schreiben die malaysischen Behörden in einer Mitteilung, die zusammen mit dem Bericht herausgegeben wurde. Für die Angehörigen der 239 Menschen an Bord muss das zynisch klingen. Denn die Hoffnung, auf dem offenen Ozean noch irgendetwas zu finden, ist extrem gering.

Der Bericht bringt keinerlei neue Erkenntnisse. Es gebe keine Anzeichen für ein auffälliges Verhalten der Besatzung oder einen möglichen Alkohol- oder Drogenmissbrauch beim Kapitän, seinem Co-Piloten oder anderen Crewmitgliedern, heißt es in dem Untersuchungsbericht. Die vorliegenden Daten deuteten auch nicht auf technische Probleme der Boeing 777 hin. Das internationale Expertenteam werde seine Arbeit fortsetzen.

In Kuala Lumpur, wo die Maschine am frühen Morgen des 8. März 2014 gestartet war, versammeln sich bereits in diesen Tagen überall Menschen, um an die Vermissten zu erinnern. In Einkaufszentren hängen Tafeln mit Fotos der verschwundenen Boeing aus. Auf den Plakaten konnten Trauernde ihre Gedanken niederschreiben.

Bild: AP 8. März 2015, 11:212015-03-08 11:21:06 © Südeutsche.de/olkl