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Teuerste Wohnung:Central Park nebenan

In Manhattan sind etliche Luxus-Hochhäuser entstanden.

(Foto: Timothy A. Clary/AFP)

Der Hedgefonds-Chef Ken Griffin, dessen Vermögen auf zehn Milliarden Dollar geschätzt wird, hat die teuerste US-Wohnung gekauft: Für 238 Millionen Dollar.

238 Millionen US-Dollar sind nicht viel Geld für ihn. Es ist kaum die halbe Summe, die er vor drei Jahren für zwei Bilder von Willem de Kooning und Jackson Pollock ausgegeben hat. Es ist doppelt so viel wie für seine neue Wohnung in London. Oder in etwa so viel, wie er in den vergangenen Jahren in nebeneinanderliegende Grundstücke in Palm Beach investiert hat, auf denen er eine Villa bauen will. Ken Griffin ist Multimilliardär. Er kann sich so etwas leisten.

Für 238 Millionen Dollar hat er jetzt eine Wohnung in New York gekauft. Es ist das Penthouse in dem halb fertigen Kalkstein-Neubau mit der Adresse 220 Central Park South. 2230 Quadratmeter, über mehrere Stockwerke verteilt. Das Gebäude hat einen Golf-Simulator und weitere Annehmlichkeiten. Auch der Sänger Sting und dessen Frau Trudie Styler sollen dort eine Wohnung gekauft haben. Noch nie wurde in den USA so viel Geld für eine Privatimmobilie ausgegeben. Der Preis ist nicht weit entfernt vom Weltrekord von 361 Millionen Dollar, den ein Grundstückskäufer in Hongkong aufgestellt hat.

Etliche neue Luxuswohnungen

Ken Griffin hat 1990 den Hedgefonds Citadel gegründet, der in Chicago seinen Firmensitz hat. Der 50-Jährige hat schon aus seiner Studentenbude in Harvard heraus angefangen, mit Wertpapieren zu handeln. Das Magazin Forbes schätzt sein Vermögen auf 9,9 Milliarden Dollar. Citadel baut gerade die Niederlassung in New York aus. Griffin brauche deshalb eine Unterkunft in der Stadt, sagte seine Sprecherin dem Wall Street Journal. Er fand eine Unterkunft, jene 238 Millionen Dollar teure Wohnung.

Der Deal war über Jahre in der Mache. Würde die Wohnung heute auf den Markt kommen, hätte sie wohl nicht so viel eingebracht. Südlich vom Central Park sind in den vergangenen Jahren etliche neue Hochhäuser mit Luxuswohnungen in den Himmel geschossen. Zwar gab es viele, meist chinesische oder russische Superreiche sowie Finanzinvestoren und prominente Amerikaner, die ihr Geld in Manhattan investieren wollten.

Nachdem die Bauarbeiten begonnen hatten, stellte sich aber heraus, dass es weniger sind, als die Immobilienentwickler dachten. Der New York Times zufolge würde es beim aktuellen Verkaufstempo mehr als sechs Jahre dauern, bis die zurzeit erhältlichen 8000 Luxuswohnungen verkauft sind.

© SZ vom 26.01.2019
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