Sachsen:Polizei stoppt Lkw mit zwei Tigern an Bord

Exotische Ladung: Einer der zwei Tiger liegt auf der Ladefläche des völlig maroden Lastwagens. (Foto: dpa)
  • Die Polizei hat einen völlig maroden Lastwagen in Sachsen gestoppt. Der Sattelzug war mit 25 km/h auf der Autobahn unterwegs gewesen.
  • An Bord entdeckten die Beamten zwei Bengal-Tiger (Königstiger).

Mit 25 km/h auf der Autobahn

Ein völlig maroder Lastwagen mit zwei Tigern an Bord ist der Polizei in Sachsen ins Netz gegangen. Der Sattelzug war den Beamten aufgefallen, weil er mit 25 Stundenkilometern auf der Autobahn 72 nahe Großzöbern unterwegs war.

Bei der Kontrolle stellten die Beamten gleich eine ganze Liste von Verstößen fest: Der 47-jährige Fahrer hatte keinen Lkw-Führerschein, sein Auto war nicht versichert. Außerdem gehörten die Nummernschilder zu einem Pkw. Der Lastwagen sei völlig marode gewesen und nicht in einem verkehrssicheren Zustand.

Tiger sollten zu Zirkus in Bayern

Als die Polizisten den Sattelzug untersuchten, entdeckten sie die exotische Ladung: zwei Bengal-Tiger. Die beiden 14 Jahre alten Tiere waren aus Polen zu einem deutschen Zirkus bei Fürth in Mittelfranken unterwegs gewesen. Der Fahrer hatte für die Tiger aber keine Papiere dabei.

Der Lastwagen wurde am Donnerstag mit den beiden Tigern auf das Gelände einer Abschleppfirma gebracht, die Raubkatzen wurden dort versorgt. Während das Gefährt äußerlich eher einem Wrack glich, sollen sie in guter Verfassung sein. "Wir haben die Tiere in Augenschein genommen, ihr Ernährungszustand ist gut", sagte eine Amtstierärztin.

Der Zirkus habe zu Protokoll gegeben, dass er die Tiere miete. Offenbar ist so etwas in der Branche üblich. Der Zirkusdompteur soll nun ihre Weiterreise organisieren. Das Fahrzeug wurde an Ort und Stelle stillgelegt.

© SZ.de/dpa/AFP/afis - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
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