Prozess gegen Rapper Richter verurteilt Sido zu Bewährungsstrafe

Zu neun Monaten auf Bewährung verurteilt: Rapper Sido.

(Foto: dpa)
  • Wegen gefährlicher Körperverletzung ist der Rapper Sido zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.
  • Die Richter sahen es als erwiesen an, dass er in einem Berliner Club einem anderen Gast eine Glasflasche über den Kopf geschlagen hat.

Bewährungstrafe für Sido

Der Berliner Rapper Sido ist zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er einen Mann mit einer Flasche verletzt hat. Das Berliner Amtsgericht verhängte wegen gefährlicher Körperverletzung eine Gefängnisstrafe von neun Monaten auf Bewährung. Sido muss zudem 15 000 Euro an die Justizkasse bezahlen.

Bei einem Streit in einem Berliner Club vor zweieinhalb Jahren hatte er einem anderen Gast eine Wodkaflasche auf den Kopf geschlagen. Der Mann erlitt eine Platzwunde und eine Schädelprellung.

Rapper stand schon einmal vor Gericht

Das Urteil wurde in Form eines schriftlichen Strafbefehls ausgestellt, weil Sido nicht vor Gericht erschien. Auch ein Verteidiger war nicht anwesend. Einen Strafbefehl kann die Staatsanwaltschaft immer dann beantragen, wenn sich der Sachverhalt klar aus den Akten ergibt. So soll ein Verfahren schneller abgeschlossen werden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Ein Einspruch ist innerhalb von zwei Wochen möglich.

Sido war bis zu diesem Urteil nicht vorbestraft. Im Herbst 2009 stand er zwar schon einmal wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung als Angeklagter vor dem Amtsgericht Tiergarten. Das Verfahren wurde allerdings mit Zustimmung aller Prozessbeteiligten gegen eine Zahlung von 14 000 Euro eingestellt.

Der Musiker, der als Paul Würdig im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg geboren wurde, versteckte früher sein Gesicht hinter einer silbernen Totenkopfmaske. Inzwischen trägt Sido seriöse Brillenmodelle und entwickelte sich zu einem etablierten Mainstream-Unterhalter. Beim letzten Eurovision Song Contest war er deutsches Jury-Mitglied.