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Nach Vorsorgeuntersuchung im TV:Brustkrebs bei Moderatorin nach Live-Mammografie diagnostiziert

AMY ROBACH

Die ABC-Korrespondentin Amy Robach bei der Vorbereitung zur ihrer Mammografie, die ihr möglicherweise das Leben rettet

(Foto: AP)

"Ich habe oft über die Tragödien anderer Leute berichtet. Aber nie über meine eigene": Die US-amerikanische Moderatorin Amy Robach unterzieht sich einer Live-Mammografie vor Millionen Zuschauern. Was eigentlich als Werbung für Brustkrebsvorsorge gedacht war, wird zu einer lebensrettenden Maßnahme.

Eigentlich wollte sie anderen Frauen die Angst nehmen und für Brustkrebsvorsorge werben. Anfang Oktober stellte sich ABC-Moderatorin Amy Robach deswegen vor die Kameras und unterzog sich vor Millionen Zuschauern in der US-Fernsehsendung "Good Morning America" live einer Mammografie, bei der die Brüste mit Röntgenaufnahmen untersucht werden. Einige Wochen später liegt nun das Ergebnis vor: Bei der 40-Jährigen wurde tatsächlich Brustkrebs festgestellt.

Robach selbst berichtete über die Diagnose in einem Beitrag für den Sender ABC News. Sie habe nie damit gerechnet, selbst Krebs zu haben. "In den vergangenen 20 Jahren habe ich in meinem Job sehr oft über die Tragödien anderer Leute berichtet. Aber nie über meine eigene", schrieb Robach in einem Blog des Senders.

Am Donnerstag sollen die Brüste der Moderatorin entfernt und Implantate eingesetzt werden. Sie sei darauf physisch und psychisch vorbereitet, wie man es in so einer Situation eben sein könne, sagte Robach. Im Anschluss an die Operation soll über den Fortgang der Behandlung entschieden werden.

"Ich hatte Glück, dass ich die Diagnose frühzeitig bekommen habe, und ich bin vielen Leuten dankbar: Jedem Produzenten und jedem, der mich gedrängt hat, die Mammografie machen zu lassen", sagte die zweifache Mutter. Eine Kollegin habe sie mit den Worten überredet, dass die Live-Untersuchung sich schon gelohnt habe, wenn auch nur ein Leben damit gerettet werde. "Ich hätte nie gedacht, dass dieses Leben meines sein würde", sagte Robach. Für die Berichterstattung wurde Robach ausgewählt, weil regelmäßige Krebsvorsorge für Frauen ab 40 empfohlen wird.

Sie habe die Untersuchung eigentlich nicht machen wollen und bereits mehr als ein Jahr vor sich hergeschoben. Da sie sich gesund ernähre, Sport treibe und Krebs auch in ihrer Familie kaum vorkomme, habe sie nicht damit gerechnet, betroffen zu sein. Ein Arzt habe ihr sehr direkt gesagt: "Diese Mammografie hat Ihnen das Leben gerettet." Sie hoffe nun, mit ihrer Geschichte Frauen motivieren zu können, sich untersuchen zu lassen.

© SZ.de/dpa/sebi/gal
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