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Mexiko:Tropenstürme fordern zahlreiche Menschenleben

Hurrikan "Ingrid" und Tropensturm "Manuel" nehmen Mexiko in die Zange. Dutzende Menschen kommen bei Überschwemmungen und Erdrutschen ums Leben, Tausende suchen Schutz in Notunterkünften. Für die Menschen an der Karibikküste kommt das Schlimmste allerdings erst noch.

Vom Westen her fegt der Tropensturm Manuel über Mexiko, an der karibischen Ostküste bereiten sich die Menschen auf den Hurrikan Ingrid vor. Der Hurrikan soll im Laufe des Tages auf Festland treffen. Bereits am Wochenende sind in Mexiko mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Allein im Bundesstaat Guerrero starben nach Behördenangaben elf Menschen durch Erdrutsche und einstürzende Häuser.

Die Nachrichtenagentur dpa meldet dagegen 17 Todesopfer allein im Bundesstaat Guerrero und spricht von insgesamt mindestens 25 Toten im gesamten Land. In der Stadt Chilpancingo sind demnach fünf Menschen bei Erdrutschen ums Leben gekommen. Sechs weitere sollen unter einem einstürzenden Haus begraben worden sein. Sechs Tote habe es zudem auf einer Landstraße gegeben. "Wir rufen die Bürger auf, sich von Flüssen fernzuhalten und die Notunterkünfte aufzusuchen", schrieb Gouverneur Ángel Aguirre auf Twitter. Mehrere Flüsse sind bereits über ihre Ufer getreten.

Im Bundesstaat Oaxaca an der Pazifikküste sowie in Hidalgo und Puebla im Zentrum Mexikos kamen nach Behördenangaben weitere acht Menschen ums Leben. In Oaxaca versuchten die Rettungskräfte zu abgeschnittenen Dörfern vorzudringen, sagte ein Sprecher des örtlichen Zivilschutzes.

Der Ölkonzern Pemex teilte mit, drei Ölplattformen vor der Küste von Tamaulipas seien am Sonntag evakuiert worden.

Während im Inneren des Sturms Manuel Windgeschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometer pro Stunde herrschen, erreicht Ingrid nach Angaben des US-Hurrikanzentrums NHC Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern in der Stunde. Vor dem heranrückenden Hurrikan brachten sich mehr als 6000 Menschen in Notunterkünften in Sicherheit. Der Hurrikan bewegt sich weiter Richtung Westen, ohne seine Stärke zu verlieren, und trifft voraussichtlich im Laufe des Tages auf Land.

Für den Küstenstreifen zwischen Cabo Rojo im Bundesstaat Veracruz und La Pesca in Tamaulipas sprachen die örtlichen Behörden eine Warnung aus. In mehreren Ortschaften wurden die Feierlichkeiten zum mexikanischen Unabhängigkeitstag abgesagt.

© Süddeutsche.de/dpa/Reuters/kjan/gal
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