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Mecklenburg-Vorpommern:Der Falsche

Der Polizeieinsatz galt einem gesuchten Kriminellen, es fiel ein Schuss - und ein anderer Mann wurde getroffen.

Ein Mann, der am Freitagabend von einem Polizisten in Mecklenburg-Vorpommern angeschossen wurde, schwebt weiter in Lebensgefahr. Der 27-Jährige habe durch die Kugel, die ihn am Kopf traf, ein Auge verloren und liege im Koma, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Schwerin am Sonntag. Der Einsatz im Lübzer Ortsteil Lutheran galt nach Angaben der Staatsanwaltschaft Hamburg einem polizeibekannten Mann aus der Rotlichtszene. Doch dieser Mann saß gar nicht in dem gestoppten Wagen. Mit mehreren Fahrzeugen hatte das Mobile Einsatzkommando (MEK) aus Hamburg am Freitag einen Pick-up mit zwei Insassen angehalten. Dabei schoss einer der Beamten durch die Seitenscheibe. Die Staatsanwaltschaft Schwerin hat Ermittlungen gegen ihn aufgenommen. Nach Angaben der Polizei habe es bei dem Einsatz eine "Gefährdungslage" gegeben, die den Schusswaffengebrauch vermutlich rechtfertige, sagte der Sprecher in Schwerin. Es seien jedoch weder im Auto noch bei den beiden Insassen Waffen gefunden worden.

© SZ vom 15.02.2016 / dpa

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