Kriminalität - Lüneburg:Bremsschläuche durchgeschnitten: Mehr als drei Jahre Haft

Deutschland
Der Angeklagte wird von seinem Anwalt in den Saal des Landgerichtes geführt. Foto: Philipp Schulze/dpa/Archivbild (Foto: dpa)

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Lüneburg (dpa/lni) - Weil er die Bremsschläuche eines Autos durchgeschnitten hat, wurde ein 22 Jahre alter Mann zu einer Jugendstrafe von dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Eine 20 Jahre alte Mittäterin, die sich durch die Tat an ihrem ehemaligen Stiefvater rächen wollte, erhielt eine Jugendstrafe von zwei Jahren, wie das zuständige Landgericht Lüneburg mitteilte. Damit folgte die Kammer im Wesentlichen den Argumenten der Staatsanwaltschaft.

Entgegen der Forderungen der Staatsanwaltschaft wurde bei beiden Angeklagten nicht auf versuchten Mord geurteilt. Sie wurden wegen gemeinschaftlichen versuchten gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verurteilt, bei der Frau mit dem Zusatz der beabsichtigten Herbeiführung eines Unglücksfalls. Der 22-Jährige wurde zudem wegen schwerer Körperverletzung verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Der heute 22-Jährige soll am 9. Juli 2021 in Lüder im Landkreis Uelzen die Bremsschläuche am Auto des ehemaligen Stiefvaters der 20 Jahre alten ehemaligen Bundeswehrsoldatin durchgeschnitten haben. Die Frau habe Schmiere gestanden, sagte eine Gerichtssprecherin. Nachdem der Mann entdeckt wurde, stach er dem 43 Jahre alten Opfer mit einem Messer in das Gesicht und floh.

© dpa-infocom, dpa:221207-99-818864/4

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