Kommunen - Gleichen:Gleichen zieht positive Bilanz als erstes "Digitales Dorf"

Kommunen - Gleichen: Bürgermeister Dirk Otter (SPD) bedient auf seinem Smartphone die App "DorfFunk". Foto: Swen Pförtner/dpa
Bürgermeister Dirk Otter (SPD) bedient auf seinem Smartphone die App "DorfFunk". Foto: Swen Pförtner/dpa (Foto: dpa)

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Gleichen (dpa/lni) - Die Gemeinde Gleiche zieht eine positive Bilanz nach etwa einem Jahr als "Erstes digitales Dorf in Niedersachsen". Die Rückmeldungen der Bürgerinnen und Bürger seien gut, sagte Bürgermeister Dirk Otter (SPD). "Sie können nirgends schneller informiert werden", betonte er.

Im März 2020 startete das Projekt "Gleichen.digital". Über die "Dorffunk"-App können sich seitdem Bürger austauschen und Informationen erhalten. Sie sei das Herzstück der Software, sagte Otter. Zudem gibt es eine Webseite mit den gleichen Inhalten. Laut den Betreibern der Plattform, der Stiftung Digitale Chancen, nutzen 22 Prozent der Gleichener das Angebot. Einige Ortsteile müssten noch von den Vorteilen überzeugt werden, sagte der Bürgermeister.

Die Gemeinde nutzt den "Dorffunk" bisher vor allem für Ankündigungen: Lesungen, Straßensperrungen, Ratssitzungen. Ähnlich wie in einem sozialen Netzwerk können aber auch Bürger und Vereine Termine verbreiten oder Kauf- und Verkaufsangebote einstellen. Die angezeigten Inhalte werden nach dem Wohnort der Nutzer gefiltert. Anders als bei vergleichbaren Angeboten wie Ebay oder Facebook gebe es eine Klarnamen-Pflicht und der Datenschutz sei höher.

Hinter dem Projekt "Digitale Dörfer Niedersachsen" steht neben der Stiftung das Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engineering, das die Software auch bundesweit Kommunen anbietet.

Inzwischen wird das Projekt auf ganz Niedersachsen unter dem Namen "Digitale Dörfer" ausgeweitet. Es wurde im April 2021 zunächst mit 500.000 Euro vom Land bis zum 30. Juni 2025 gefördert. Inzwischen ist die Fördersumme auf 2,5 Millionen Euro angestiegen, wie das Niedersächsisches Ministerium für Regionale Entwicklung mitteilte. 51 Kommunen mit 316 Ortsteilen nahmen Ende November daran teil.

© dpa-infocom, dpa:221213-99-879774/3

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