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Helene Fischer:"Auch wenn diese Tage nicht meine Freunde sind"

Eintracht Frankfurt v Borussia Dortmund  - DFB Cup Final 2017

Helene Fischer bei einem Konzert im Mai in Berlin, nun musste sie mehrere Auftritte absagen.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Weder schwanger noch todkrank: Helene Fischer wehrt sich nach mehreren Konzertabsagen gegen Gerüchte um ihren Gesundheitszustand. Und das klingt fast wie ein neuer Schlager.

Was ist passiert?

Helene Fischer ist krank. Aber nicht todkrank. Das hat sie jetzt auf ihrer Facebookseite klargestellt. Fast hätte man es sich denken können: Die 33-Jährige hat wegen eines Infekts in den oberen Atemwegen gerade fünf Konzerte in Berlin und zwei in Wien abgesagt. Auch Stars bekommen im Winter eben mal einen Schnupfen. Das Problem daran: Helene Fischer mit roter Schniefnase verkauft sich bei weitem nicht so gut wie eine Schlagersängerin, die um ihr Leben kämpft.

Warum interessiert uns das?

Weil einem die Frau in diesem Fall fast leidtun kann. Seit sie nicht mehr auftreten kann, lässt die gesamte deutsche Klatschpresse ihrer Fantasie freien Lauf und generiert so Titelseite um Titelseite. Sie lächelt mal nicht? Vielleicht hat Flori (Florian Silbereisen) sie verlassen. Ein altes Bild, auf dem Fischer ihre Hand auf den Bauch legt? Bestimmt ist sie schwanger! Gut, solche Gerüchte sind nicht ganz neu. Würde man ihnen jedes Mal glauben, hätte Fischer längst Ursula von der Leyen als Mutter der Nation abgelöst.

Neu ist, dass sich die Kollegen diesmal auch fragen: Wird sie jemals wieder singen können? Auch von Schamanen war die Rede. Die letzte Nachricht: Flori pflegt seine Helene jetzt mit Hühnersuppe und Ingwer. Doktor Liebe sei schließlich das beste Rezept. "Ich bin weder schwanger und auch kein Wunderheiler aus den USA behandelt mich! Totaler Quatsch! Ich bin auch nicht todkrank, ich komme wieder!!!", schreibt Fischer deshalb jetzt über Facebook ihren Fans.

Was lernen wir daraus?

Man kann von Helene Fischer und ihrer Musik halten, was man will, fest steht: Diese Frau ist selbst mit Grippe hochproduktiv. Sie schafft es, Konzerte abzusagen ("Ich weiß, was ihr auf euch nehmt, um bei einem Konzert dabei zu sein: Dafür danke ich euch jeden Tag! Umso schmerzvoller ist es ja für mich") - und ihre Fans damit zu Tränen zu rühren ("Liebe Helene, ich habe Tränen in den Augen, wenn ich deine lieben, aber auch traurigen Zeilen lese"). Wer braucht da noch einen Wunderheiler?

Und selbst im Bett scheint Fischer ihren Sinn fürs Schunkeln nicht verloren zu haben: Ihre Tut-mir-leid-aber-ich-bin-krank-Botschaft liest sich fast wie der Text eines Schlagers ("Auch wenn diese Tage nicht meine Freunde sind, sind sie mir jedoch eine Lehre ... Ich habe angefangen Zeit infrage zu stellen, daraus einen Traum mit Termin gemacht"). Kommt nach "Atemlos" jetzt also "Atemwege"? Denkbar wäre es.

© SZ.de/afis/ick/stein

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