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Goldman Sachs:Promi-Banker Dibelius angeblich geschieden

Sal. Oppenheim-Prozess - Alexander Dibelius

Da war er noch verheiratet: Goldman-Sachs-Banker Alexander Dibelius im Februar in Köln.

(Foto: Marius Becker/dpa)

Ein langer, schmutziger Rosenkrieg hätte das Geschäft belasten können: Nun hat Alexander Dibelius, der Deutschlandchef von Goldman Sachs, seine Scheidung durchgezogen.

  • Der Chef der deutschen Filiale der Investmentbank Goldman Sachs, Alexander Dibelius, hat sich laut einem Zeitungsbericht mit seiner Ex-Frau außergerichtlich geeinigt.
  • Nach monatelangem Rosenkrieg ist er nun geschieden.

Seit Mitte der Woche ist es aus

Alexander Dibelius ist einer der mächtigsten Banker Europas. Seit Monaten stritt er mit seiner Frau über eine Scheidung (dazu hier mehr ...). Nun hat sich das Paar offenbar außergerichtlich geeinigt. So berichtet es die FAZ. Details nannte die Zeitung nicht, die Parteien hätten Stillschweigen darüber vereinbart. Die Bild-Zeitung hatte den Fall vorher in eine Reihe der "teuersten Scheidungsschlachten" einsortiert. Goldman Sachs wollte sich laut FAZ nicht zu persönlichen Angelegenheiten des Chefs äußern.

Wichtiger Spieler in der Finanzindustrie

Dibelius, ein gelernter Herzchirurg, war als Investmentbanker an vielen großen Deals beteiligt: Er verkuppelte Daimler mit Chrysler, kaperte mit Vodafone Mannesmann und rettete die Familienunternehmerin Maria-Elisabeth Schaeffler vor dem Ersticken an den Milliardenschulden aus der Continental-Übernahme. In München baute er die Villa von Thomas Mann neu auf, um dort zu wohnen. Laut FAZ kann er das Haus nach der Scheidung behalten.

Interne Geschäfte in der Öffentlichkeit

Zeitgleich zum Streit mit seiner Ex-Frau kamen Steuerdeals von Dibelius ans Licht. Kurz vor Weihnachten 2013 tauchten in der Bild am Sonntag Informationen über einen Wohnungskauf auf: Dibelius hatte eine Luxusimmobilie mitten in London gekauft, getarnt über eine Briefkastenfirma, die auf den Britischen Jungferninseln registriert ist, einer Steueroase. Der Fall hatte das Image des Bankers angegriffen. Zuvor hatte sich Dibelius in Interviews wiederholt für einen Kulturwandel in den Banken ausgesprochen. Man dürfe nicht alles tun, was erlaubt sei, hatte der Investmentbanker mehrfach betont.

© SZ.de/bbr/cag

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