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Geraldine Mock:Luftfahrt-Pionierin gestorben

Geraldine 'Jerrie' Mock

Luftfahrt-Pionierin Geraldine Mock umrundete 1964 als erste Frau in 29 Tagen die Welt.

(Foto: AP)
  • Luftfahrt-Pionierin Jerrie Mock starb im Alter von 88 Jahren in ihrem Haus in Florida.
  • 1964 umrundete sie als erste Frau in einem Flugzeug die Welt.

In 29 Tagen um die Welt

Die Pilotin Geraldine Mock, die als erste Frau in einem Flugzeug die Welt umrundete, ist tot. Wie US-amerikanische Medien berichteten, starb sie im Alter von 88 Jahren in ihrem Haus in Quincy in Florida.

Mock war 1964 mit einer Cessna 180 um die Welt geflogen. Der Flug dauerte 29 Tage, 11 Stunden und 59 Minunten. Laut der Zeitung The Colombus Dispatch war Mock vor diesem historischen Flug nie weiter als bis auf die Bahamas geflogen. Während ihrer Reise musste sie zahlreiche Gefahren wie vereiste Flügel und einen Kabelbrand in einem Langstreckenfunkgerät überstehen. Einmal landete sie ausversehen auf einer versteckten Militärbasis in Ägypten.

Mock erhielt zahlreiche Auszeichnungen

Die Mutter dreier Kinder wurde am 22. November 1925 in Newark in Ohio geboren. Sie wurde vor allem unter dem Spitznamen "Jerrie Mock" bekannt und erhielt für ihren historischen Alleinflug zahlreiche Auszeichnungen.

Die Pilotin stellte ihren Rekord in einer Zeit auf, in der das Frauenbild in den USA noch deutlich von Haushalt und Kinderhüten bestimmt war. Sie habe sich damals gegen starke Widerstände durchsetzen müssen, hatte sie noch im April der Nachrichtenagentur dpa erzählt. "Natürlich hat meine Reise vielen Männern nicht gefallen. Sie waren wohl der Meinung, Frauen müssten zu Hause bleiben. Aber ich hab' mich einfach nicht darum geschert."

Mit der Weltumrundung erfüllte sich Mock einen Kindheitstraum. "Als ich sieben Jahre alt war, bin ich zum ersten Mal in einem Flugzeug mitgeflogen und habe es direkt geliebt", so Mock. "Und da habe ich meinen Freunden gesagt: Wenn ich groß bin, fliege ich mit meinem Flugzeug um die Welt. Und das habe ich dann auch getan."

Die Luftfahrt-Kuratorin des renommierten Smithosonian National Air and Space Museum in Washington, Dorothy Cochrane, würdigte Mocks Leistung als "sehr beeindruckend": "Sie hat es allein geschafft, in einem privaten Flugzeug und ohne große Unterstützung von Regierung oder Konzernen."