Berlin 386 Kilo Kokain zwischen Bananen bei Aldi gefunden

In Aldi-Märkten rund um Berlin haben Angestellte große Päckchen mit Kokain gefunden. Offenbar hat ein "Logistikfehler" der Drogenhändler zu dem Rekordfund geführt, sagt die Polizei.

Angestellte in mehreren Aldi-Supermärkten in Berlin und Brandenburg, die in den vergangenen Tagen Obst auszupacken hatten, haben eine ungewöhnliche Entdeckung gemacht. Zwischen Bananen fanden sie große Päckchen mit Kokain. Manchmal war es ein Kilo, das in der Bananenkiste versteckt war, manchmal aber auch riesige Pakete, die mehr als zehn Kilo wogen.

Insgesamt tauchten 386 Kilogramm Kokain in 14 verschiedenen Filialen auf, teilte die Berliner Polizei mit. Das ist die größte Menge Kokain, die jemals in Berlin gefunden wurde, sagte ein Polizeisprecher. Bereits im Januar 2014 waren 140 Kilogramm in mehreren Aldi-Filialen in Berlin aufgetaucht.

"Logistikfehler" führt zum Drogenfund

Den Ermittlern zufolge war zunächst unklar, für wen die Drogenlieferung eigentlich bestimmt war und wieso sie versehentlich in den Filialen landete. Auf Seiten der Täter sei ganz offensichtlich ein "Logistikfehler" passiert, sagte der Sprecher der Polizei. "Wir werden jetzt ermitteln, wie die Lieferwege sein sollten". Die Bananenkisten trügen die Herkunftsaufschrift Kolumbien.

Ein Kilogramm Kokain hat einen Marktwert von ungefähr 50 000 Euro, die in Berlin gefunde Menge wäre demnach etwa 19 Millionen Euro wert. Drogenkartelle nutzen häufig die Fracht von Lebensmitteln per Schiff, um große Drogenmengen etwa von Süd- und Mittelamerika nach Europa zu bringen. Auch in einer Kaffeefuhre wurden im vergangenen Jahr in Berlin 33 Kilogramm Kokain gefunden - im Wert von 1,5 Millionen Euro.