Diebstahl:Pinguin aus Mannheimer Zoo gestohlen

Humboldt-Pinguin im Luisenpark

Ein Humboldt-Pinguin im Luisenpark in Mannheim.

(Foto: dpa)

Bei der Zählung der Tiere im Gehege wurde der Diebstahl bemerkt. "Wer glaubt, er könne den Vogel als Haustier halten, ist jenseits von Gut und Böse", sagte eine Sprecherin des Zoos.

Wie üblich zählen die Mitarbeiter die Tiere im Pinguin-Gehege des Mannheimer Luisenparks durch - und stellen fest: Einer der Humboldt-Pinguine ist verschwunden. Unbemerkt ist am Samstagmorgen ein Unbekannter in das Gehege eingedrungen und hat das Jungtier mitgenommen. Bei der Zählung später am Tag wurde der Diebstahl dann bemerkt. "Wer glaubt, er könne den Vogel als Haustier halten, ist jenseits von Gut und Böse", sagte eine Sprecherin des Luisenparks. Der etwa fünf Kilogramm schwere Humboldt-Pinguin habe ohne besondere Lebensbedingungen wie etwa spezielle Nahrung keine Überlebenschance.

50 bis 60 Zentimeter groß ist das Tier und etwa fünf Kilo schwer. Der Pinguin trägt eine Flügelmarke mit der Nummer 53 und einen implantierten Erkennungs-Chip. "Die Untersuchung des Geländes hat ergeben, dass der Vogel nicht weggelaufen oder von einem Raubtier verschleppt worden sein kann", sagte die Sprecherin.

Immer wieder werden in Zoos Tiere gestohlen

Die Polizei in Mannheim bestätigte, dass wegen des Diebstahls ermittelt werde: "Wir hoffen, dass bei dem Täter die Einsicht siegt und er den Pinguin schnell zurückgibt", sagte ein Sprecher. Da das Leben des Tieres gefährdet sei, werte man den Fall nicht als Dumme-Jungen-Streich.

Humboldt-Pinguine gehören zur Familie der "Brillenpinguine", für die charakteristisch neben der auffälligen schwarzen Umrandung der Augen ein schwarzes Federband unterhalb der Kehle ist. Humboldtpinguine sind vor allem an der Pazifikküste Perus und Nordchiles verbreitet.

Immer wieder werden in Zoos Tiere gestohlen, auch im Luisenpark ist es nicht der erste Fall. Dort wurde bereits eine Landschildkröte geklaut, die aber kurze Zeit später gefunden wurde. Auch andere Tierparks haben Probleme mit entsprechenden Vorfällen. Als der Dortmunder Zoo 2015 von einer ganzen Diebstahlserie heimgesucht wurde, kamen die Täter häufig nachts und suchten sich, im Gegensatz zum vorliegenden Fall in Mannheim, gezielt Zuchtpärchen von Affen, Nagern und Pinguinen aus.

© SZ.de/dpa/vbol/dayk
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