bedeckt München 21°
vgwortpixel

Chronik:Katastrophen in der Luftfahrtgeschichte

-

Ballons zum Gedenken: Zeremonie für die Opfer des Germanwings Absturzes am 24. Juli 2015 in Le Vernet.

(Foto: AFP)

Immer wieder kommt es im Luftverkehr zu schweren Unglücken mit vielen Toten.

Immer wieder ist es in den vergangenen Jahren zu schweren Flugzeugunglücken gekommen. Gerade 2014 und 2015 ereigneten sich mehrere dramatische Vorfälle, bei denen besonders viele Menschen ums Leben kamen. Die schwersten Flugzeugabstürze seit 2000 im Überblick:

31. Oktober 2015: Bei dem Absturz einer Kogalymavia/Metrojet-Maschine auf der Sinai-Halbinsel sterben alle 224 Menschen an Bord. Der Airbus A321 ist unterwegs vom ägyptischen Urlaubsort Scharm el-Scheich nach Sankt Petersburg und zerbricht in der Luft. Russland, Großbritannien und die USA gehen rasch von einer Bombe aus, die Terrormiliz IS bekennt sich zu einem Anschlag auf das Flugzeug. Die ägyptische Regierung wehrt sich lange gegen die Schlussfolgerung, es handle sich um einen Terrorakt.

24. März 2015: Der Germanwings Flug 4U9525/GWI9525 ist auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf. Um 10.53 Uhr verschwindet die Maschine vom Radar, wenige Minuten später zerschellt sie an einer Felswand in den französischen Alpen. 150 Menschen sterben. Wie sich herausstellt, hat der psychisch kranke Copilot das Flugzeug abstürzen lassen.

28. Dezember 2014: Ein indonesisches Flugzeug der malaysischen Mutter-Airline Air Asia verschwindet mit 162 Menschen an Bord auf dem Weg von der indonesischen Insel Java nach Singapur von den Radarschirmen. Wenige Tage später finden Suchtrupps in der Javasee das Wrack des Airbus A320-200. Es gibt keine Überlebenden.

24. Juli 2014: Eine Maschine der algerischen Fluggesellschaft Air Algérie verschwindet auf dem Weg von Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou nach Algier. Das Wrack der McDonnell Douglas MD-83 wird in Mali entdeckt. Von 118 Menschen an Bord überlebt keiner das Unglück.

17. Juli 2014: Flug MH17 stürzt im Osten der Ukraine nahe des Ortes Hrabowe (Grabowo) ab. Keiner der 283 Passagiere und 15 Besatzungsmitglieder der Boeing 777 von Malaysia Airlines überlebt. Das Flugzeug war auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur über umkämpftes Gebiet geflogen. Die Ermittlungen ergeben als Ursache einen Abschuss vom Boden durch eine Buk-Rakete russischer Bauart. Der vorläufige Abschlussbericht kann jedoch noch nicht alle Fragen klären.

8. März 2014: Eine Boeing 777 der Fluggesellschaft Malaysia Airlines verschwindet kurz nach dem Start in Kuala Lumpur Richtung Peking von den Radarschirmen. An Bord von Flug MH370 sind 227 Passagiere und zwölf Besatzungsmitglieder. Trotz einer gigantischen Suchaktion fehlt bis heute jede Spur von der Maschine. Vermutet wird, dass sie in den Indischen Ozean stürzte - und niemand überlebte.

3. Juni 2012: Eine McDonnell Douglas MD-83 der nigerianischen Dana Air mit 153 Menschen an Bord stürzt in einem Stadtteil von Lagos ab. Alle Insassen und mindestens zehn Menschen am Boden kommen ums Leben.

7. September 2011: Beim Absturz eines russischen Passagierflugzeugs kommen 43 Menschen ums Leben, darunter zahlreiche Mitglieder eines Eishockey-Teams. Unter den Opfern ist auch der deutsche Nationalspieler Robert Dietrich.

28. Juli 2010: Beim Absturz eines Passagierflugzeugs nahe der Hauptstadt Pakistans, Islamabad, sterben alle 152 Insassen.

12. Mai 2010: Beim Absturz eines Airbus A330-200 der Afriqiyah Airways in der libyschen Hauptstadt Tripolis kommen 103 Menschen ums Leben. Nur ein neunjähriger Junge aus den Niederlanden überlebt.

10. April 2010: Eine Tupolew Tu-154 mit 96 Personen an Bord stürzt beim Landeanflug auf den russischen Militärflugplatz Smolensk-Nord ab. An Bord waren der polnische Staatspräsident Lech Kaczyński und zahlreiche hochrangige polnische Politiker und Armeeangehörige, die auf dem Weg zu einer Gedenkveranstaltung für das Massaker von Katyn waren. Alle 96 Menschen an Bord kamen ums Leben.

1. Juni 2009: Ein Airbus A330 der Air France stürzte auf dem Weg nach Paris in den Atlantik. Alle 216 Passagiere und 12 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.

12. Februar 2009: Eine Turboprop-Maschine stürzt wenige Kilometer vor dem Flughafen von Buffalo im US-Bundesstaat New York auf ein Wohnhaus und explodiert. Alle 49 Insassen sowie eine Frau am Boden kommen ums Leben.

16. Januar 2009: Beim "Wunder vom Hudson" landet ein Airbus sicher auf dem Hudson-Fluss in New York. Alle 150 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder überleben den Unfall.

24. August 2008: Beim Absturz einer Boeing 737 der Fluggesellschaft Itek Air nahe der kirgisischen Hauptstadt Bischkek kommen 68 Menschen zu Tode. 22 Menschen überleben das Unglück.

20. August 2008: Auf dem Madrider Flughafen Barajas stürzt beim Start eine zweistrahlige MD-80 kurz hinter dem Rollfeld zu Boden und zerschellt. Von den 172 Menschen an Bord überleben nur 19.

17. Juli 2007: Ein Airbus A320 der brasilianischen Fluggesellschaft TAM schießt nach der Landung über die regennasse Landebahn hinaus, kracht in eine Tankstelle und geht in Flammen auf. Alle 181 Passagiere, sechs Besatzungsmitglieder und zwölf Personen am Boden werden getötet.

5. Mai 2007: Eine Boeing 737 der Kenya Airways stürzt kurz nach dem Start in der Küstenstadt Douala in Kamerun auf den Weg nach Nairobi in Kenia in einen dichten Mangrovensumpf. Keiner der 114 Insassen überlebt.

29. Oktober 2006: Eine Boeing 737 der privaten Fluggesellschaft Aviation Development Company (ADC) stürzt kurz nach dem Start in der Nähe der nigerianischen Hauptstadt Abuja ab. 96 Menschen sterben.

29. September 2006: Nach der Kollision mit einem Privatjet stürzt eine Boeing 737 der Billigfluglinie Gol über dem brasilianischen Amazonas-Gebiet ab, dabei kommen alle 154 Insassen ums Leben.

27. August 2006: Eine Maschine der Fluggesellschaft Comair stürzt nach dem Start am Flughafen Lexington im US-Bundesstaat Kentucky ab. Nur einer der 50 Menschen an Bord überlebt.

22. August 2006: Beim Absturz einer Passagiermaschine im Osten der Ukraine kommen alle 170 Insassen ums Leben, darunter 45 Kinder. Die Tu-154 war auf dem Weg vom Badeort Anapa am Schwarzen Meer nach Sankt Petersburg.

9. Juli 2006: Ein Airbus A310 mit mindestens 201 Menschen an Bord kommt am Flughafen der sibirischen Stadt Irkutsk von der regennassen Landebahn ab, durchbricht eine zwei Meter hohe Beton-Barriere, prallt gegen ein Gebäude und geht in Flammen auf. 124 Menschen sterben.

3. Mai 2006: Bei einem missglückten Landeanflug auf den russischen Badeort Sotschi werden alle 113 Insassen eines armenischen Passagierflugzeugs vom Typ Airbus A320 getötet.

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite