Nach Bombendrohung Polizei fordert von 19-Jährigem mehr als 22 000 Euro

11 000 Menschen mussten das Gelände des Freizeitparks im Oktober wegen des Droh-Anrufs zeitweise verlassen.

(Foto: dpa)
  • Ein 19-Jähriger hat eine Rechnung über 22156,76 Euro vom Polizeipräsidium Recklinghausen bekommen.
  • Im Oktober hatte er per Telefon mit einer Bombe im Bottroper "Movie Park" gedroht und damit einen großen Polizeieinsatz ausgelöst.

Fünf Monate nach einer Bombendrohung gegen einen Freizeitpark in Bottrop hat die Polizei einen 19-Jährigen die Kosten in Rechnung gestellt. Der junge Mann soll für den Polizeieinsatz 22 156,75 Euro zahlen, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch sagte. Berechnet wurden der Personalaufwand und die Kosten für die Einsatzfahrzeuge.

Der 19-Jährige soll im Oktober vergangenen Jahres dem Bottroper "Movie Park" telefonisch mit eine Bombe gedroht haben. Etwa 10 000 Menschen mussten das Parkgelände daraufhin verlassen. Die Polizei konnte schnell Entwarnung geben. Die Inhalte des Anrufs seien "frei erfunden", hatten die Ermittler mitgeteilt. Hintergrund der Drohung sei ein privater Streit gewesen.

Die Staatsanwaltschaft Essen hat zudem Anklage gegen den 19-Jährigen erhoben. Die Ermittler werfen ihm Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten vor, wie die "Recklinghäuser Zeitung" zuerst berichtet hatte.

Zusätzlich erwägen die Betreiber des Freizeitparks, den 19-Jährigen für den entstandenen Schaden auf Seiten des Parks vor Gericht zu belangen. "Unser Anwalt hat Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft beantragt. Wir befinden uns derzeit in der rechtlichen Prüfung, um dann gegebenenfalls zivilrechtliche Schritte einzuleiten", sagte eine Sprecherin des Parks.

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