Berlin:Wirbel um Buttersäure-Paket an Wowereit

Klaus Wowereit in München, 2010

Berlins regierender Bürgermeister Klaus Wowereit

(Foto: Alessandra Schellnegger)

Ein Päckchen hat in der Poststelle des Berliner Rathauses kurzzeitig für Aufregung gesorgt: Ein Unbekannter hat darin eine Flasche mit Buttersäure verschickt. Adressiert war die Sendung an Bürgermeister Klaus Wowereit persönlich - dort kam die ätzende und stinkende Chemikalie aber nie an.

Das Päckchen ist gerade zehn Zentimeter hoch, darin liegt eine kleine Flasche, originalverpackt und ausgezeichnet. Ihr Inhalt: Buttersäure, eine übelriechende und die Atemwege reizende Chemikalie, die auch zum Vertreiben von Wühlmäusen und Maulwürfen verwendet wird. Im Regal im Baumarkt hätte es wohl weniger für Wirbel gesorgt, doch landete es am Mittwochmorgen in der Poststelle des Roten Rathauses in Berlin, adressiert an den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit.

Bei ihm kam das Paket jedoch nie an; es war noch in der Poststelle abgefangen und für "seltsam" befunden worden, berichtet der Stellvertretende Senatssprecher Bernhard Schodrowksi. Daraufhin sei routinemäßig das Landeskriminalamt angerückt. Kriminaltechniker untersuchten nach Polizeiangaben die farblose Flüssigkeit aus der Flasche. Das Ergebnis: Es handelte sich um Buttersäure - so wie auf dem Etikett angegeben.

"Das war grober Unfug, ein ganz blöder Scherz", sagte Schodrowski. Von einem möglichen Attentat auf den Regierenden Bürgermeister will er nichts wissen - Bild.de hatte unter der Überschrift "Buttersäure-Anschlag auf Klaus Wowereit?" von dem Päckchen und einer Einwegspritze berichtet. Tatsächlich habe zu keinem Zeitpunkt Gefahr für Wowereit oder Mitarbeiter bestanden, sagte der Senatssprecher zu Süddeutsche.de. Derlei Scherze seien albern, würden aber vereinzelt vorkommen.

Wer das Paket abgeschickt hat, ist indes weiter unklar. Wie die Nachrichtenagentur dpa meldet, lag dem Paket kein Bekennerschreiben bei.

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