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Abenteurer Jonathan Trappe:Atlantiküberquerung mit Luftballons scheitert

"Das sieht nicht aus wie Frankreich": Der US-Amerikaner Jonathan Trappe musste wenige Stunden nach dem Start seine geplante Atlantiküberquerung mit Luftballons abbrechen. Über Facebook berichtete er seinen Fans von der Notlandung auf der Insel Neufundland.

Weit ist er nicht gekommen: Nur wenige Stunden nach dem Start ist der Versuch des US-Amerikaners Jonathan Trappe gescheitert, mit bunten Luftballons den Atlantik zu überqueren. "Das sieht nicht aus wie Frankreich", schrieb der 39 Jahre alte Abenteurer am Freitag nach der Notlandung auf seiner Facebook-Seite.

Trappe war in Maine, dem nordöstlichsten Staat der USA, direkt an der Grenze zu Kanada gestartet. Noch in Kanada war allerdings bereits nach etwa 500 Kilometern Schluss, Trappe ging auf der Insel Neufundland nieder. Als Grund wurden technische Probleme genannt, ohne diese näher zu benennen.

Eigentlich hätte die Reise über mindestens fünf Tage und etwa 6000 Kilometer gehen sollen. Angepeilt war eine Reisehöhe von fast 8000 Metern. Trappes Ballonkorb war ein ausgedientes Rettungsboot. Immerhin kam er 6000 Meter hoch. Trappe hatte bei dem vom Trickfilm "Oben" inspirierten Projekt 370 mit Helium gefüllte Ballons genutzt. Die quietschbunten Bälle waren nicht viel größer als herkömmliche Luftballons, aber aus festerem Material.

Trappe ist alles andere als ein Unbekannter in der "Cluster Balloon"-Szene, dem Fahren mit zahlreichen Einzelballons. Er hat schon den Ärmelkanal überquert und hält mit 14 Stunden auch den Weltrekord für den längsten Flug mit Einzelballonen.

© Süddeutsche.de/dpa/mike
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