Zwischen Bad Heilbrunn und Königsdorf:Kunst & Natur

Stiftung Nantesbuch in Bad Heilbrunn, 2017

Die Stifterin Susanne Klatten bei der Eröffnung des Langen Hauses im Sommer 2017.

(Foto: Manfred Neubauer)

Das Programm der Stiftung

Die Stiftung Nantesbuch wurde 2012 von der Unternehmerin und BMW-Erbin Susanne Klatten gegründet. Ihr Ziel, so heißt es auf der Homepage, ist es, "das Bewusstsein für den Wert von Kunst und Natur zu schärfen und zu erweitern" - getragen von der Überzeugung, "dass Menschen achtsam, reflektiert und verantwortungsvoll denken und handeln, wenn sie sich intensiv mit Kunst und Natur beschäftigen". Die Stiftung versteht sich als interdisziplinäre Kultureinrichtung, die den gesellschaftlichen Diskurs und das Kulturleben aktiv mitgestaltet.

Im nördlichen Gemeindegebiet von Bad Heilbrunn hat sie ein 320 Hektar großes Gelände mit Moor, Wald und Weideland erworben, das die beiden ehemaligen Güter Nantesbuch und Karpfsee umschließt. Während Gut Nantesbuch - nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Penzberger Ortsteil westlich der Loisach - noch immer in einer Art Dornröschenschlaf liegt, hat sich die einstige Hofstelle Karpfsee unter Federführung des Architekten Florian Nagler in ein architektonisches Schmuckstück verwandelt. Seit Juni 2017 finden dort im sogenannten Langen Haus handverlesene Veranstaltungen statt. Zugleich ist Karpfsee Ausgangspunkt für außergewöhnliche Naturerkundungen. Auf dem Gelände sind landschaftspflegerische, forstliche und renaturierende Aktivitäten angelaufen. Das Haselbachtal wird ganzjährig von einer Herde Wildrinder und Exmoor-Ponys beweidet.

Im Herbst 2017 ließ Susanne Klatten die einstige Altana Kulturstiftung in der Stiftung Nantesbuch aufgehen. Seither ist das Museum Sinclair-Haus in Bad Homburg eine Einrichtung der Stiftung Nantesbuch. Die Kunstsammlung der Stiftung umfasst etwa 600 Werke, die Mikrokosmos und Makrokosmos, Pflanze, Tier und Mensch zum Thema haben. Vertreten sind internationale Künstler wie Georg Baselitz, Olaf Holzapfel, Kaarina Kaikkonen, Alex Katz, Anselm Kiefer, Karin Kneffel, Markus Lüpertz, Hiroyuki Masuyama oder David Nash.

Zum Auftakt der neuen Saison lädt die Stiftung Nantesbuch am Samstag, 23. März, zu einem großen Frühjahrsfest für die ganze Familie ein. Einen Tag lang geben Mitarbeiter Einblick in ihre Arbeit und laufende Projekte. Auch der neue Geschäftsleiter Börries von Notz nutzt diese Gelegenheit, sich und seine Pläne näher vorzustellen. Thematisch stehen die dann gerade wieder erwachenden Bienen im Mittelpunkt.

© SZ vom 01.02.2019 / stsw
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