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ZUK-Jahresprogramm vorgestellt:Praktizierte Nachhaltigkeit

Wildblumenwiesen, seltene Vögel und eine reiche Artenvielfalt gibt es rund um das Kloster Benediktbeuern - und das soll auch so bleiben. "Aktiv für Morgen" lautet das Schwerpunktthema des neuen Bildungsprogramms 2020/2021 des Zentrums für Umwelt und Kultur (ZUK), das im März beginnt. Im vergangenen Jahr hatte die Artenvielfalt im Fokus gestanden. Das neue Thema knüpft nahtlos daran an. Klimawandel und Artensterben machten sich auch in der Region bemerkbar, sagt Rektor Pater Karl Geißinger. Deshalb stelle sich die Frage: "Was können wir tun, um nachhaltig zu leben?" Das ZUK lade dazu ein, "die Natur zu entdecken und intensiv zu erleben".

Als "sehr bunt" charakterisiert Martin Blösl, Referent für Erwachsenenbildung und Öffentlichkeitsarbeit, das neue Programm. Altbewährtes, aber auch viele neue Ideen fänden sich in mehr als 100 verschiedenen Veranstaltungen. Vier Themenfelder gibt es: "Aktiv für Morgen", "Praktizierte Schöpfungsverantwortung", "Vielfalt" und "Unsere Klassiker". Viele Angebote werden vom bayerischen Umweltministerium gefördert.

Erstmals soll vom 9. bis 11. Oktober in Benediktbeuern die Jugendkonferenz "Future Now" stattfinden. Nach dem Motto "von jungen Menschen - für junge Menschen" ist es der Referentin für Umweltjugendbildung Doris Linke ein Anliegen, die Veranstaltung gemeinsam mit Jugendlichen zu gestalten. Nachhaltigkeit steht hierbei im Fokus.

Auch für Erwachsene gibt es eine Vielzahl an Angeboten rund um Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Unter dem Oberthema "Gemeinsam klimagerecht handeln - für Lebensqualität" gibt es fünf Kurse, die Ernährung, private Mobilität, Freizeit und sonstigen Konsum behandeln. "Es soll ein Austausch entstehen", sagt Blösl. Hier werden auch Akteure aus der Region eingeladen, wie zum Beispiel eine Gärtnerin der Ökokiste.

Unter der Rubrik "Praktizierte Schöpfungsverantwortung" stehen Gartenbesinnungstage, die Teilnehmern einen Zugang zur Natur eröffnen sollen, aber auch ein Fachtag zur Umweltbildung am 2. April. Dort können Multiplikatoren wie Lehrer oder Bildungsakteure in Workshops "Impulse für eine gerechte und nachhaltige Zukunft setzen", erklärt der Referent für berufliche Weiterbildung Martin Malkmus.

Rund ums Kloster Benediktbeuern sollen künftig noch mehr Wildblumenwiesen wachsen. In den vergangenen Jahren wurden entsprechende Samen gesammelt, diese sollen jetzt verteilt werden, so Geißinger. Unter dem Motto "Vielfalt" steht auch ein Kurs, der den Bienen gewidmet ist (12. Mai). Eine Fachtagung zum Thema "Lernort Garten" findet am 27. und 28. April statt. Ein besonderer Höhepunkt verspreche auch der Landwirtschaftstag am 21. November zu werden, so Geißinger. Diesen veranstaltet das ZUK zusammen mit dem Landratsamt Bad Tölz-Wolfrathausen.

Auch "Klassiker" sind im neuen Bildungsprogramm vertreten. Die Vater-Kind-Wochenenden unter der Leitung von Florian Schuster, Umweltjugendbildungsreferent, finden besonders viel Anklang. In einer Selbstversorgerhütte am Kochelseeufer sollen die Teilnehmer "sich selbst und die Natur erfahren", so Schuster. Es gibt bereits Anmeldungen für den Sommer, weshalb nun auch ein Termin im kommenden Winter angeboten wird. Ökologisch vertretbare Bootstouren, Waldbaden und Gruppenangebote zur Energiewende und zum Klimaschutz sind nur einige der weiteren Angebote.

Nähere Informationen und Anmeldungen unter www.zuk-bb.de

© SZ vom 22.02.2020
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