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Wurfzettel in Briefkästen:Landratsamt warnt vor Sammelaktion

In Briefkästen in Eurasburg und Beuerberg sind in den vergangenen Tagen immer wieder Wurfzettel mit dem Aufruf gelandet, man möge die Sammlung einer "ungarischen Familie" unterstützen. In teils schlecht verständlichem Deutsch würden diverse Gegenstände zum Abholen aufgelistet, teilt das Tölzer Landratsamt mit - von "Schi Shuhe" über "Maschine kleinegrösse" bis zum Laptop oder "Aggregat Schweisser". In der Vergangenheit habe sich aber oft gezeigt, dass von den Sammlern nur Dinge mitgenommen werden, die Gewinn versprechen - der Rest werde stehen gelassen oder illegal in der Landschaft entsorgt. Die Kreisbehörde warnt vor dieser unzulässigen Aktion und weist die Spender darauf hin, dass sie möglicherweise für die Kosten der Entsorgung aufzukommen haben.

Derlei Sammlungen sind zumindest drei Monate vor dem Termin beim Landratsamt anzumelden, dabei müssen die Entsorgungswege dargelegt werden. Außerdem sind Sondergenehmigungen für gefährliche Abfälle nötig, etwa für Altfahrzeuge, Elektroaltgeräte oder Batterien. Wer dagegen verstoße, begehe eine Ordnungswidrigkeit oder gar eine Umweltstraftat, so das Landratsamt. "Auch wer im Rahmen derartiger Sammlungen Abfälle zur Abholung unzulässigerweise bereitstellt, muss unter Umständen mit einem Bußgeldverfahren rechnen." Die Bürger seien aufgerufen, sich nicht daran zu beteiligen. Weitere Informationen gibt es per E-Mail, umwelt@lra-toelz.de, oder unter Telefon 0 80 41 / 50 53 56.

© SZ vom 24.02.2021 / sci
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