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Wechsel an der JU-Spitze:"Den Kreistag ein bisserl aufrühren"

"Gerade im Kreistag und in den Gemeinderäten braucht's junge Leute", sagt Josef Rohrmoser.

(Foto: Privat/oh)

Josef Rohrmoser ist neuer Kreisvorsitzender der Jungen Union

Das jüngste Mitglied des Kreistags Bad Tölz-Wolfratshausen ist 43 Jahre alt - da ist nach Ansicht der Jungen Union (JU) noch einiges zu tun. Josef Rohrmoser aus Bad Heilbrunn, 21 Jahre alt und als Bankkaufmann bei der Stadtsparkasse München in der Personalbetreuung beschäftigt, will die Politik im Landkreis verjüngen: "Gerade im Kreistag und in den Gemeinderäten braucht's junge Leute." Zum Beispiel, so sagt er, um Themen wie den öffentlichen Personennahverkehr voranzubringen. Ein Alpenbus sei nötig, um die Landkreise von Weilheim-Schongau bis Miesbach zu verbinden. Und die S 7-Verlängerung bis Geretsried müsse von der Spitze des Landkreises "mit mehr Nachdruck" eingefordert werden. Rohrmoser wurde am Montag einstimmig zum Nachfolger von Andreas Ofenbeck gewählt. Er hofft auf die Kommunalwahl 2020: "Vielleicht können wir mit jungen Kandidaten auch den Kreistag ein bisserl aufrühren." Zuerst aber gehe es um die Europa-Wahl, zu der die JU möglichst viele junge Leute motivieren wolle. Die Europäische Union sei ein Geschenk, sagt der JU-Kreisvorsitzende, die Wahl müsse man ernst nehmen, denn: "Die rechten Vollidioten mobilisieren ihre Leute." Namentlich über die AfD empört er sich: Diese Partei wolle Europa ja eigentlich torpedieren.

Der JU-Kreisverband hat drei Männer an seiner Spitze: Zu Rohrmosers Stellvertretern wurden Matthias Sailer aus Königsdorf und Tobias Fernberger aus Kochel gewählt. Die Kasse führt Max Klaar, die Schrift Sabrina Lorenz. An der Versammlung nahmen der CSU-Landtagsabgeordnete Martin Bachhuber und der - auch von der JU gewünschte - prospektive Landratskandidat Anton Demmel teil; außerdem der Jüngste im Kreistag, der Zweite Landrat Thomas Holz.