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Öffentlicher Nahverkehr:Zusage für Ausbau der S7-Ost

Initiative sieht für Projekt "konkrete Schritte" im Ministerium

Die Initiative S 7-Ost-plus begrüßt, dass im von Staatsministerin Kerstin Schreyer (CSU) geführten Verkehrsministerium mittlerweile "konkrete Schritte zum zweigleisigen Ausbau der S 7-Ost" unternommen werden. Bei einem Treffen der Ministerin mit Ernst Weidenbusch (CSU), dem stellvertretenden Landrat des Landkreises München, an dem auch Vertreter der Initiative teilnahmen, lag ein Entwurf für eine so genannte Verkehrliche Aufgabenstellung (VAST) zum Ausbau der S-Bahnstrecke bis Kreuzstraße vor. Die für den Herbst angekündigte Endfassung dieses Papiers soll den durchgängig zweigleisigen Ausbau beinhalten, berichtet die Initiative von dem Treffen. Ministerin Schreyer habe sich klar dazu bekannt.

Für Berufspendler aus Wolfratshausen, Icking und Schäftlarn besteht damit die Hoffnung, dass sich das massive Verspätungsaufkommen bei der S -Bahn irgendwann reduzieren wird. Die Trasse der S 7 verläuft nämlich nicht nur zwischen Wolfratshausen und der Haltestelle Höllriegelskreuth eingleisig. Auch auf dem östlichen Ast steht zwischen Giesing und dem Endhalt Kreuzstraße nur ein Gleis zur Verfügung. Die S-Bahn hat damit oft schon viele Verspätungsminuten angesammelt, bevor sie am Münchner Ostbahnhof in Richtung Wolfratshausen weiterfährt.

In Schäftlarn hat man vor etwa dreieinhalb Jahren deshalb darauf gedrängt, die beiden Äste der S 7 voneinander zu trennen. Getan hat sich in diese Richtung seither jedoch nichts. Weder von Wolfratshausen noch von Kreuzstraße aus kann die S-Bahn den Tunnel der zweiten Stammstrecke in München nutzen. Die S-Bahn hat deshalb gute Gründe, die aktuelle Streckenführung beizubehalten.

Auf dem Wolfratshauser Ast bleibt Pendlern derzeit also nicht viel anderes übrig, als darauf zu hoffen, dass am östlichen Ende der Streckenausbau vorankommt. Dort ist die Zweigleisigkeit leichter zu machen als zwischen Höllriegelskreuth und Wolfratshausen. Und eine zahlenmäßige Grundlage gäbe es für einen Ausbau dort auch: Prognosen erwarten laut Initiative S 7-Ost-plus, dass bis zum Jahr 2035 das Fahrgastaufkommen auf der S 7-Ost an einigen Stationen um mehr als 100 Prozent, teils sogar um bis zu 150 Prozent steigt.

© SZ vom 11.08.2020 / sz
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